Politik

Butterpreis fällt auf 99 CentLandwirtschaftsminister will Bauern mit "Milchgipfel" helfen

06.02.2026, 17:40 Uhr
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Ein-Kunde-steht-in-einem-Supermarkt-vor-dem-Kuehlregal-mit-Milchprodukten
Aufgrund sinkender Rohstoffpreise sind viele Milchprodukte für Verbraucher günstiger geworden. (Foto: picture alliance/dpa)

2024 zahlten Verbraucher mehr als 2,30 Euro für Butter, doch zuletzt senkten Discounter die Preise vieler Milchprodukte. Landwirtschaftsminister Rainer will nun Maßnahmen ergreifen, um die Position der Bauern zu stärken. In die Preisgestaltung wolle er aber nicht eingreifen.

Angesichts stark gesunkener Preise für Milch und Milchprodukte will Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer kommende Woche mit Branchenvertretern über die aktuelle Lage beraten. Rainer habe zu einem zweieinhalbstündigen Gespräch geladen, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Der "ein bisschen" gesunkene Preis für Rohmilch führe "bei einigen Landwirten zu Sorgen". Das nehme Rainer "natürlich sehr ernst".

Bei dem "Milchgipfel" gehe es darum, die Lage zu analysieren und "zu schauen, was man da eventuell machen kann", sagte Rainers Sprecher weiter. Der Minister selbst hatte bei der Ankündigung des Treffens Anfang der Woche Medienberichten zufolge gesagt, er wolle nicht in die Preisgestaltung eingreifen.

"Wir schauen, dass wir die Stellung und die Position der Landwirte generell stärken", sagte der Ministeriumssprecher. "Dafür machen wir ja Maßnahmen wie Bürokratieabbau." Zudem habe die Regierung die Europäische Kommission gebeten, das Geschehen am Milchmarkt genau zu beobachten "und da entsprechende Vorschläge gegebenenfalls zu machen, die wir dann entsprechend prüfen werden".

Der Preis für Butter war vor Weihnachten auf 99 Cent pro 250-Gramm-Päckchen gesunken. Bauernpräsident Joachim Rukwied warf dem Lebensmitteleinzelhandel vor, heimische Lebensmittel wie Butter zu verramschen. Noch im Jahr 2024 hatte der Butterpreis einen Höchststand von mehr als 2,30 Euro pro Päckchen erreicht.

Der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagte am Freitag, die Entwicklung sei immer wieder ähnlich. "Es geht um Angebot und Nachfrage. Wir haben im Moment eine ungewöhnlich hohe Milchanlieferung, gepaart mit einer großen Masse an Milch. Deswegen ist es ein bisschen aus dem Gleichgewicht geraten."

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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