Politik

Entscheidung vor Ostern Lang zu Spiegel-Nachfolge: "Es wird eine Frau werden"

Nach dem ersten Abgang der Ampel-Regierung eruieren die Grünen-Vorsitzenden Ricarda Lang und Omid Nouripour die Nachfolge der zurückgetretenen Anne Spiegel. Fest steht für die Grünen, dass das Bundesfamilienministerium wieder eine Frau leiten soll. Einige Namen werden bereits gehandelt.

Die Nachfolge von Anne Spiegel im Amt als Bundesfamilienministerin soll laut Grünen-Chefin Ricarda Lang eine Frau übernehmen. "Es wird eine Frau werden", sagte Lang auf einer Pressekonferenz in Husum. Außer dieser Voraussetzung müsse die Kandidatin auch kompetent sein. Ob die Nachfolgerin wie Spiegel dem linken Flügel der Partei angehören müsse, beantwortete Lang auf Nachfrage nicht.

Eine Entscheidung wird noch diese Woche erwartet. Der Co-Vorsitzende Omid Nouripour sagte, man wisse, dass es schnell gehen müsse und hoffe, bis Ostern einen Vorschlag machen zu können.

Auch im "ntv Frühstart" hatte Lang eine Entscheidung noch in dieser Woche angekündigt. Es gebe "ein Bedürfnis, diese Frage schnell zu klären", sagte Lang. "Das heißt, ich denke nicht, dass wir noch über Ostern hinweg uns mit dieser Frage beschäftigen werden." Zudem deutete Lang da bereits an, dass erneut eine Frau den Posten im Familienministerium übernehmen werde. "Wir haben damals gesagt, wir besetzen unsere Minister:innenposten paritätisch. Bei diesem Grundsatz bleiben wir natürlich auch."

Göring-Eckardt und Dröge für Nachfolge gehandelt

Als mögliche Nachfolgerinnen von Spiegel werden die Grünen-Politikerinnen Katharina Dröge und Katrin Göring-Eckardt gehandelt. Die Diplom-Volkswirtin Dröge ist seit Dezember 2021 zusammen mit Britta Haßelmann Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen. Dröge ist seit 2013 Bundestagsabgeordnete. Dröge wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet.

Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt ist seit 1998 Mitglied im Bundestag und war in der Vergangenheit wiederholt für einen Posten im Kabinett gehandelt worden. Sie gehört dem Realo-Flügel der Partei an.

"Wir haben eine wahnsinnige Modernisierungsmöglichkeit in der Gesellschaftspolitik, weil die Realität der Gesellschaft in der Regierung angekommen ist", erklärte Lang in Husum. "Das muss erst umgesetzt werden. Wir haben jetzt eine besondere Verantwortung, wo ganz ganz viele Frauen, ganz viele Kinder aus der Ukraine ankommen und besonderen Schutz brauchen."

Spiegel war am Montag nach Kritik an ihrem vierwöchigen Frankreich-Urlaub kurz nach der Flutkatastrophe des vergangenen Sommers im Ahrtal zurückgetreten. Damals fungierte sie als rheinland-pfälzische Umweltministerin. Als Grund für ihren Rücktritt nannte sie den politischen Druck. Sie wolle Schaden vom Amt abwenden.

Quelle: ntv.de, mpe/DJ

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