Protest gegen Führung im IranLaschet fordert schärfere Sanktionen gegen Teheran

Die regierungskritischen Proteste im Iran breiten sich immer weiter aus. Dabei kommt es zu Gewalt und Todesfällen. Armin Laschet will härtere Konsequenzen gegen die Regime-Elite. Europa stehe "klar und eindeutig an der Seite der Freiheitsbewegung".
Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet dringt darauf, den Druck auf die Führung im Iran zu verstärken. "Die Sanktionen gegen die Regime-Eliten müssen nun verschärft werden, damit die Führung versteht: Wer im Iran mit Gewalt, Folter und Mord das eigene Volk unterdrückt, wird Konsequenzen spüren", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Millionen Menschen hätten ihre Angst verloren und forderten überall im Iran das Ende des Terror-Regimes, betonte Laschet. Die gemeinsame Verurteilung durch die Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritannien zeige, dass Europa "klar und eindeutig an der Seite der Freiheitsbewegung steht", sagte Laschet.
Das genaue Ausmaß der Demonstrationen im Iran bleibt aufgrund der landesweiten Internetsperre unklar. Berichten zufolge haben sich die Proteste bereits in allen 31 Provinzen des Landes ausgebreitet. Einem Arzt aus Teheran zufolge hätten sechs Krankenhäuser der Hauptstadt allein am vergangenen Freitag 217 Tote infolge der Demonstrationen gemeldet, nachdem die Polizei das Feuer gegen sie eröffnet hatte, wie das "Time"-Magazin berichtete.