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"Fridays for Future"-Bewegung Lindner lehnt Klima-Schulstreiks vehement ab

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Für Christian Lindner sind die Schülerstreiks ein Regelbruch.

(Foto: picture alliance/dpa)

FDP-Chef Lindner will den Kampf gegen den Klimawandel lieber "Profis" überlassen. Für den Politiker sind die freitäglichen Demonstrationen junger Menschen ein zu Unrecht heiliggesprochenes "Schulschwänzen". Das Vorgehen der Bundesregierung bietet für ihn ebenfalls Anlass zur Kritik.

FDP-Chef Christian Lindner hat seine Kritik an den freitäglichen Schulstreiks für das Klima verschärft. Er habe "ein Problem damit, dass diese Proteste während der Schulzeit stattfinden", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es mache ihn "fassungslos, dass Schulschwänzen von manchen Politikern heiliggesprochen wird" - hier handele es sich schließlich um einen Regelbruch, betonte Lindner.

Auch Arbeitnehmer dürften ja während der Arbeitszeit nicht demonstrieren, sagte der FDP-Chef weiter. Und Streiks seien nicht für allgemein politische Zwecke möglich, sondern nur für die Tarifauseinandersetzung.

Zugleich verteidigte Lindner seine umstrittene Bemerkung im Zusammenhang mit der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, Klimaschutz sei etwas für Profis. "Manche Mitbewerber wollten mir nur die Worte im Mund rumdrehen", sagte der FDP-Parteichef. Er habe nämlich gerade nicht sich oder andere Politiker gemeint, sondern Ingenieure und Techniker. Es gehe ihm um die beste technische Umsetzung der Klimaziele von Paris.

Nach Ansicht von Juso-Chef Kevin Kühnert kann die "Fridays for Future"-Bewegung noch große politische Kraft entwickeln. Bei den Reaktionen auf die Demonstrationen von Schülern in vielen Städten störe ihn das "altväterliche Gehabe", dass es gut sei, wenn sich junge Leute politisch engagieren, sagte Kühnert in Berlin. "Die gehen aber nicht auf die Straße, um Fleißbienchen im Muttiheft zu bekommen für besonderes politisches Engagement, sondern weil sie etwas stört."

"Karikatur von Planwirtschaft"

Kühnert betonte: "Es wird eine starke Bewegung brauchen, wenn es in diesem Jahr in der Koalition um das Klimaschutzgesetz geht." So ein Gesetz solle rechtswirksam beschlossen werden. "Und wir wollen damit unter Beweis stellen, dass wir die Botschaft dieser Bewegung verstanden haben: Mit dem Klima kann man nicht verhandeln."

FDP-Chef Lindner kritisierte die Vorgaben der Bundesregierung zur Einhaltung der Klimaziele. Was die Regierung betreibe, sei eine "Karikatur von Planwirtschaft". Grundsätzlich sei er gegen den Ansatz, feste Einsparziele für den Verkehr oder die Landwirtschaft vorzugeben. "Man kann doch gar nicht wissen, wo wann welcher technologische Quantensprung gelingt."

CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer und SPD-Umweltministerin Svenja Schulze legten beim Auto einseitig eine Technologie fest, nämlich die Elektromobilität, kritisierte Lindner. Technologische Alternativen wie synthetische Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren würden dagegen nicht berücksichtigt. Das sei eine "vorsätzliche Schädigung" der deutschen Wirtschaft.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa

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