Politik

Geheimdienstberichte an Trump Lobte China Kopfgeld auf US-Soldaten aus?

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US-Soldaten bei einem Besuch von Präsident Trump in Afghanistan.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Im Sommer kursieren Gerüchte über ein mögliches russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan. Nun gibt es ähnliche Vorwürfe gegen China. US-Medien zufolge liegen Präsident Trump entsprechende Geheimdienstdossiers vor. Washington will die Erkenntnisse offenbar bald freigeben.

Der amtierende US-Präsident Donald Trump ist nach übereinstimmenden Medienberichten über angebliche Erkenntnisse der Geheimdienste unterrichtet worden, die das amerikanische Verhältnis zu China weiter belasten dürften. Es gebe Hinweise darauf, dass China nicht-staatlichen Akteuren in Afghanistan Geld für Angriffe auf US-Soldaten in dem Land angeboten haben soll, berichteten die Nachrichtenseite "Axios" und der TV-Sender CNN unter Berufung auf hochrangige Regierungsmitarbeiter. Trumps Regierung beabsichtige, die bislang unbestätigten Erkenntnisse freizugeben.

Unklar ist bislang, ob Trumps Nachfolger im Weißen Haus ebenfalls über die Hinweise zu China unterrichtet wurde. Der Demokrat Joe Biden, dessen Amtseinführung für den 20. Januar geplant ist, erhält ebenfalls Briefings der Geheimdienste.

Im Sommer hatten Berichte über angebliche Geheimdiensterkenntnisse über russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan Washington in Aufruhr versetzt. Trump hatte die Berichte jedoch stets als "Fake News" zurückgewiesen. Die "New York Times" berichtete damals unter Berufung auf Regierungskreise, Agenten des russischen Militärgeheimdienstes (GRU) hätten Kämpfern der radikalislamischen Taliban und diesen nahestehenden Kriminellen Geld für tödliche Angriffe auf in Afghanistan stationierte US- und Nato-Soldaten gegeben. Sowohl Russland als auch die Taliban wiesen die Anschuldigungen damals zurück.

Die Beziehungen zwischen den USA und China sind unter anderem wegen des harten Kurses Pekings in Hongkong, der Verfolgung der Minderheit der Uiguren und amerikanischen Sanktionen höchst angespannt. Für eine Verschlechterung hatte die Corona-Pandemie geführt, die sich verheerend auf die US-Wirtschaft ausgewirkt und Hunderttausenden Menschen das Leben gekostet hat.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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