Politik

Ärger über Strafzölle Macron spricht Klartext mit Trump

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Bei den Strafzöllen hört für Macron der Trump-Spaß auf.

(Foto: AP)

Zu keinem europäischen Staatschef pflegt US-Präsident Trump ein so herzliches Verhältnis wie zu Frankreichs Staatspräsident Macron. Doch der ist ungehalten über die Strafzölle auf Stahl und Aluminium und findet klare Worte in einem Telefonat.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die Verhängung der US-Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus der EU in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. Diese seien "illegal" und "ein Fehler", sagte Macron am Donnerstagabend in dem Telefongespräch, wie der Elysée-Palast mitteilte. "Wirtschaftlicher Nationalismus" bestrafe alle, auch die USA.

Macron kündigte an, dass die EU "entschlossen und angemessen" reagieren werde. Macron, der sich bislang für eine gute Beziehung zu Trump eingesetzt hat, rief den US-Präsidenten auf, an Verhandlungen mit der EU, China und Japan zur Stärkung der Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) teilzunehmen. Wie Trump reagierte, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sagte, Frankreich werde keine Handelsgespräche mit den USA aufnehmen, so lange die Strafzölle in Kraft seien. "Wir lehnen es ab, unter Druck zu verhandeln", sagte er auf dem Weg zum G7-Finanzministertreffen in Kanada.

Zuvor hatte US-Handelsminister Wilbur Ross mitgeteilt, dass die USA ab dem heutigen Freitag Strafzölle auf Importe von Stahl und Aluminium aus der EU erheben. Trump hatte die Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium bereits im März verhängt, der EU aber dann eine vorläufige Ausnahme gewährt.

Quelle: n-tv.de, vpe/AFP

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