Politik

Ortskräfte mit unklarer Zukunft Evakuierung aus Mali ist bisher nicht geregelt

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Vergangene Woche hatte das Verteidigungsministerium den Einsatz der Bundeswehr in Mali vorerst ausgesetzt.

(Foto: IMAGO/photothek)

Bei einem Abzug der Bundeswehr aus Mali könnte den dortigen Ortskräften ein ähnliches Schicksal drohen wie 2021 in Afghanistan. Um eine Evakuierung vorbereiten zu können, müsse es laut Einsatzführungskommando zunächst eine "politische Entscheidung" geben. Doch die lässt auf sich warten.

Sollte sich die Bundeswehr aus Mali zurückziehen, ist nach ihren Angaben eine mögliche Evakuierung der Ortskräfte - ähnlich wie zuvor im Fall Afghanistan - bislang nicht geregelt. Eine etwaige Evakuierung setze "eine politische Entscheidung voraus. Und die liegt noch nicht vor", sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Einsatzführungskommandos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nach seinen Angaben beschäftigt die Bundeswehr derzeit 59 Ortskräfte in dem westafrikanischen Land.

Politisch wären demnach das Verteidigungsministerium, das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium zuständig für die Rettung im Notfall, administrativ das Bundesamt für Personalmanagement sowie das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen, die beide der Bundeswehr angegliedert sind.

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Die Evakuierung der Ortskräfte aus Afghanistan war aufgrund mangelnder Vorbereitung und der überraschenden Machtübernahme der Taliban vor einem Jahr teilweise chaotisch verlaufen und ist bis heute noch nicht abgeschlossen. Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, hatte unlängst gemahnt, in Mali die "Lehren aus dem Afghanistan-Einsatz zu berücksichtigen".

Die Bundeswehr ist an der UN-Mission Minusma in Mali beteiligt. Wegen neuer Behinderungen des deutschen Truppenaustauschs durch die dortige Militärjunta hatte Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht von der SPD am Freitag den Einsatz der deutschen Soldaten in dem Krisenland bis auf Weiteres ausgesetzt.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 15. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, jug/AFP

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