Politik

Schiffe für die U-Boot-JagdMarine soll weitere Meko-Fregatten erhalten

08.10.2026, 15:44 Uhr
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Die Meko A-200 soll zur U-Boot-Jagd eingesetzt werden. (Foto: Computergrafik TKMS)

Bereits im Juli gibt der Haushaltsausschuss grünes Licht für die Beschaffung von vier Fregatten des Typs Meko A-200. Nun kommen vier weitere Schiffe hinzu. Das erste Exemplar soll in drei Jahren der Marine übergeben werden.

Die Marine soll vier weitere Kampfschiffe zur U-Boot-Jagd im Wert von 5,3 Milliarden Euro bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages, der für die Genehmigung großer Rüstungsprojekte zuständig ist, habe der Beschaffung von vier weiteren Fregatten des Typs Meko A-200 des Kieler Marineschiffbauers TKMS zugestimmt, teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.

Bereits im Juli hatte der Ausschuss seine Zustimmung für die Beschaffung der ersten vier Schiffe dieses Typs gegeben. "Damit wird die Deutsche Marine befähigt, ihren Kernauftrag zur seegestützten U-Boot-Jagd und damit auch unsere Nato-Verpflichtungen schnellstmöglich zu erfüllen", hieß es damals. Insgesamt würden nun acht baugleiche Meko-Fregatten beschafft.

Zugesagt ist demnach, dass das erste Schiff 2029 an die Marine übergeben wird. Diese werde mit der seegestützten U-Boot-Jagd einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung und Abschreckung im Nord- und Ostseeraum sowie im Atlantik und im hohen Norden leisten. Nach Angaben von TKMS sollen die weiteren Einheiten nach aktueller Planung in einem engen Liefertakt folgen.

Ursprünglich war die Fregatte F-126 für die seegestützte U-Boot-Jagd vorgesehen. Nach erheblichen Verzögerungen hat der Bund das Beschaffungsprojekt aber gestoppt. Die Marine suchte daher nach Alternativen. Die Wahl fiel schließlich auf die Meko-Fregatten. 

Der Beschaffungspreis für die ersten vier Kampfschiffe war mit rund 6,3 Milliarden Euro, der für die vier weiteren mit und 5,3 Milliarden Euro angegeben worden. Rüstungsinvestitionen unterliegen der politischen Kontrolle. Beschaffungen der Bundeswehr, die 25 Millionen Euro oder mehr kosten, müssen vom Haushaltsausschuss genehmigt werden, so ist es in der Bundeshaushaltsordnung festgelegt.

Die Kieler Werft sprach vom größten Überwasser-Auftrag in der Geschichte von TKMS. "Die Entscheidung des Haushaltsausschusses ist für uns ein starkes Vertrauenssignal", sagte TKMS-Chef Oliver Burkhard. Das Unternehmen sei für den Bau der Schiffe in Vorleistung gegangen. "Jetzt können wir die Serie zügig fortsetzen und damit einen wichtigen Beitrag leisten, eine drohende Fähigkeitslücke der Deutschen Marine schnellstmöglich zu schließen."

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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