Politik

Türkische Nüsse in Brotaufstrich Matteo Salvini will kein Nutella mehr essen

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Gibt sich auch beim Essen patriotisch: Matteo Salvini.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Lega-Chef Salvini hat genug von Nutella und will in Zukunft auf die süße Frühstückscreme verzichten. Der Grund: Dem italienischen Rechtspopulisten schmeckt nicht die Herkunft der Nüsse, die für den Brotaufstrich verwendet werden.

Matteo Salvini, wortgewaltiger Chef der rechtspopulistischen Lega, will kein Nutella mehr essen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Ravenna begründete er dies damit, dass ihm die Nuss-Nougat-Creme nicht italienisch genug sei. "Ich habe nämlich entdeckt, dass Nutella türkische Nüsse verwendet, und ich will lieber Betrieben helfen, die italienische Produkte verwenden. Ich ziehe es vor, italienisch zu essen und den italienischen Bauern zu helfen", sagte der 46-Jährige.

Salvini, der bis Anfang September italienischer Innenminister war, hofft auf Neuwahlen in Italien und eine Rückkehr an die Macht. In Umfragen ist seine Lega stärkste Partei. In der Region Emilia-Romagna, zu der Ravenna gehört, finden Ende Januar Regionalwahlen statt. Salvini setzt auf einen Sieg seiner Kandidaten in dieser traditionell linken Hochburg.

Derzeit macht eine Protestbewegung, die sogenannten "Sardinen", gegen Salvini mit Demonstrationen in zahlreichen Städten mobil. "Ich esse jetzt Brot, Salami und zwei Sardinen, dann geht es mir noch besser", scherzte Salvini.

Eine Stellungnahme vom Nutella-Hersteller Ferrero lag nicht vor. Italienischen Medienberichten zufolge kann das italienische Angebot an Haselnüssen den Bedarf gar nicht decken. Laut Welternährungsorganisation FAO ist die Türkei der mit Abstand größte Produzent und Exporteur von Haselnüssen weltweit.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa