Politik

Impfbereitschaft steigt Mehrheit gegen sofortige Lockerungen für Geimpfte

Wer geimpft oder von Covid-19 genesen ist, soll von Lockerungen der Corona-Maßnahmen profitieren. Auch wenn laut einer Umfrage eine Mehrheit dies prinzipiell unterstützt - den meisten geht das doch zu schnell. Schließlich würden bisher nur wenige Menschen profitieren.

Eine Mehrheit der Deutschen ist gegen sofortige Lockerungen der Corona-Vorschriften für Geimpfte und Genesene. Laut dem ARD-"Deutschlandtrend" finden es 40 Prozent der Deutschen grundsätzlich falsch, wenn Geimpfte oder Genesene von Einschränkungen befreit werden. Für 55 Prozent der Befragten gehen solche Lockerungen zwar in die richtige Richtung, Uneinigkeit herrscht aber über den richtigen Zeitpunkt.

Von den Befürwortern der Lockerungen finden 48 Prozent, dass solche Lockerungen sofort in Kraft treten sollten. 51 Prozent finden hingegen, dass solche Lockerungen erst dann gelten dürften, wenn mehr Menschen die Chance auf eine Impfung hätten.

Die Impfbereitschaft in Deutschland stieg derweil. Im Vergleich zum Februar nahm der Anteil derer, die sich auf jeden Fall impfen lassen wollen oder bereits eine Impfung erhielten, um 15 Punkte auf 75 Prozent zu. Weitere 11 Prozent wollen sich wahrscheinlich impfen lassen - ein Minus von 6 Punkten. 6 Prozent wollen sich eher nicht impfen lassen - 3 Punkte weniger. Der Anteil derer, die sich auf keinen Fall impfen lassen wollen, sank um 5 Punkte auf 7 Prozent.

Die geltenden Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie finden wieder mehr Zustimmung als im April. Laut Umfrage halten 40 Prozent der Deutschen die Einschränkungen für angemessen - ein Plus von 16 Punkten. 30 Prozent halten sie hingegen für zu weitgehend - ein Plus von 6 Punkten. Der Anteil derer, die die Maßnahmen für nicht weitgehend genug halten, sank stark: 26 Prozent der Deutschen sind dieser Meinung - und damit 22 Punkte weniger als im April.

Grüne stärkste Kraft

Zudem verdrängen die Grünen im "Deutschlandtrend" die Union von der Spitzenposition: CDU und CSU fallen in der Wählergunst um vier Punkte verglichen mit April und kommen auf nur noch 23 Prozent. Die Grünen legen um vier Punkte zu und kommen auf 26 Prozent. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer liegen die Grünen mit 28 Prozent ebenfalls vor der Union mit 23 Prozent. CDU und CSU konnten hier aber zuletzt den Abstand leicht verringern.

Im "Deutschlandtrend" verliert die SPD zwei Punkte und kommt auf 14 Prozent, die AfD legt einen Punkt zu und erreicht zwölf Prozent. Die FDP verbessert sich um zwei Zähler auf elf Prozent, die Linke verliert einen Punkt und kommt auf 6 Prozent. Die Zufriedenheit mit der Regierungskoalition bleibt auf einem niedrigen Niveau. Der Umfrage zufolge sind 37 Prozent mit der Arbeit der Regierung sehr zufrieden oder zufrieden - zwei Punkte mehr als im April. Befragt wurden von Montag bis Mittwoch 1351 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz liegt bei zwei bis drei Punkten.

Quelle: ntv.de, mli/AFP

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