Politik

"Witwe im Wartestand"Melania und Donald Trump wüten wegen Kimmel-Aussage

27.04.2026, 20:55 Uhr
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Melania und Donald Trump können über den Witz nicht lachen. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Jimmy Kimmel und die Trumps liefern sich bereits seit Langem eine Fehde. Eine neue Aussage des Comedians noch vor dem Anschlagsversuch am Wochenende über Melania Trump als "Witwe im Wartestand" sorgt bei dem Ehepaar für massive Empörung.

US-First Lady Melania Trump hat scharfe Kritik an US-Moderator Jimmy Kimmel geübt, nachdem er sie in seiner Show als "Witwe im Wartestand" bezeichnet hatte. Kimmels Worte seien "ätzend und verschlechtern das kranke politische Klima in den USA", schrieb die 56-Jährige bei X. Den Sender ABC forderte die Frau von US-Präsident Donald Trump auf, gegen Kimmel vorzugehen: "Genug ist genug. Es ist Zeit für ABC, Stellung zu beziehen."

Auch Trump selbst kritisierte den Comedian scharf. "Wow, Jimmy Kimmel, der - wie seine miserablen Einschaltquoten beweisen - überhaupt nicht witzig ist, hat in seiner Show eine wirklich schockierende Aussage gemacht", schrieb Trump auf Truth Social. "Ich bin dankbar, dass so viele Menschen über Kimmels abscheulichen Aufruf zur Gewalt empört sind und normalerweise würde ich auf nichts, was er sagt, reagieren, aber das hier geht wirklich zu weit."

Er forderte ebenfalls Konsequenzen für den US-Moderator. "Jimmy Kimmel sollte von Disney und ABC unverzüglich entlassen werden", so der Republikaner.

Attentatsversuch auf Trump

Kimmel hatte die Bemerkung am vergangenen Donnerstag in seiner Sendung gemacht, also zwei Tage vor dem Schusswaffenvorfall am Rande des Korrespondenten-Dinners mit US-Präsident Trump in Washington am Samstagabend. Dabei hatte ein bewaffneter Mann versucht, eine Sicherheitskontrolle ein Stockwerk über dem Eingang zu dem Veranstaltungssaal zu überwinden. Bei seiner Festnahme fielen mehrere Schüsse. Nach Angaben aus Regierungskreisen wollte der Mann offenbar Trump und weitere US-Regierungsmitglieder töten.

Im Anschluss an den Vorfall ereiferten sich zahlreiche rechte Kommentatoren über Kimmels Äußerung und forderten dessen Entlassung. Kimmel hatte in der Sendung die Rolle des Gastgebers beim bevorstehenden Korrespondenten-Dinner übernommen, bei dem üblicherweise viel gescherzt wird. Dabei wandte er sich an die imaginär im Publikum sitzende Präsidentengattin und sagte, "Mrs. Trump, Sie strahlen wie eine Witwe im Wartestand."

Der prominente Late-Night-Moderator kann bereits auf eine lang andauernde Privatfehde mit den Trumps zurückblicken. Im September hatte ABC Kimmels Show auf Betreiben der Trump-Regierung vorübergehend abgesetzt. Zuvor hatte der Moderator Trumps Maga-Bewegung vorgeworfen, sich die Ermordung des ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk politisch zunutze zu machen. Nach heftiger Kritik an der Absetzung vollzog der ABC-Mutterkonzern Disney schließlich eine Kehrtwende und nahm Kimmels Show wieder ins Programm.

Quelle: ntv.de, lme/AFP

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