Politik

"Eventuell nachlegen" Merkel: Nichts spricht für Lockerungen

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Merkel schließt nicht aus, im Kampf gegen Corona nachlegen zu müssen.

(Foto: imago images/Christian Thiel)

Zu Beginn der zweiten Woche der neuerlichen Corona-Beschränkungen sind die Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen noch nicht messbar. Und innerhalb der CDU gibt es kaum Hoffnung auf eine schnelle Lockerung. Kanzlerin Merkel hält sogar den Weg in die andere Richtung für denkbar.

Eine Woche nach dem Start des Teil-Lockdowns wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen sieht man im CDU-Präsidium noch keine Anzeichen, die für eine Lockerung sprechen. "Über Lockerungen brauchen wir nicht zu sprechen. Eventuell müssen wir sogar nachlegen", sagte Merkel nach ntv-Informationen. Im CDU-Gremium habe es weiter geheißen, es sei jetzt zu früh, um sagen zu können, wie sich die Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirkten, berichteten Teilnehmer der virtuellen Sitzung. Ähnlich hatte sich zuvor Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff geäußert.

In einer Woche will Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über den Zwischenstand der ab 2. November vorerst für vier Wochen verhängten Kontaktbeschränkungen beraten. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte demnach im Präsidium: "Die Zahlen müssen weiter runter." Ein anderer Teilnehmer betonte, das Ziel sei weiterhin, weniger als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche zu erreichen. Davon sei man noch entfernt. Eine Überlastung des Gesundheitswesens müsse unbedingt verhindert werden.

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In Deutschland müssten länderübergreifende Krankentransporte möglich sein, um die Lage in einigen Regionen zu entspannen. Auch über die Wirtschaftshilfen sei gesprochen worden, hieß es weiter. Es müsse sichergestellt werden, dass diese in den Branchen ankommen, wo sie benötigt werden.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten dem Robert-Koch-Institut zuvor 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das waren rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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