Politik

"Dringender denn je" Merkel eröffnet BND-Zentrale in Berlin

Die Lage in Syrien und Cyber-Bedrohungen sind die größten Herausforderungen des BND - so Kanzlerin Merkel. In ihrer Rede zur Eröffnung des neuen Gebäudes des Inlandnachrichtendienstes betont sie außerdem die Wichtigkeit eines besonderen Partners Deutschlands.

Kanzlerin Angela Merkel hat dem Bundesnachrichtendienst (BND) einen erfolgreichen Wandel nach dem Ende des Ost-West-Konflikts bescheinigt und sich klar hinter die Arbeit des deutschen Auslandsgeheimdienst gestellt. Angesichts der Krisen in der Welt sei sie überzeugt, "dass Deutschland einen starken und leistungsfähigen Auslandsnachrichtendienst dringender denn je braucht", sagte Merkel bei der offiziellen Eröffnung der neuen BND-Zentrale in der Mitte Berlins. Der BND tue etwas dafür, dass Millionen Deutsche sicher leben könnten.

Als besondere Herausforderungen nannte Merkel die Erkennung von Fake-News - absichtlichen Falschnachrichten - und die Bedrohung durch Cyberattacken. Gerade im Kampf gegen Falschnachrichten komme dem Nachrichtendienst eine wichtige Aufklärungsaufgabe zu.

Die Lage in Syrien und damit auch die Terrormiliz IS stellte die Kanzlerin im Rahmen ihrer Rede als besondere Gefahren heraus. Sie betonte außerdem die Wichtigkeit multilateraler Zusammenarbeit: Frankreich und Großbritannien seien hier wichtige Partner Deutschlands, die geheimdienstliche Zusammenarbeit mit den USA sogar "lebensnotwendig".

Der Umzug aus Pullach bei München und anderen Standorten in die neue Zentrale war im Januar mit dem Einzug des "Zentrums für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung" abgeschlossen worden - knapp elf Jahre nach der Grundsteinlegung. Die Baukosten lagen bei etwa 1,1 Milliarden Euro. Hinzu kamen 206 Millionen Euro für Einrichtungskosten für Möbel und Technik. Ursprünglich geplant waren Baukosten in Höhe von 720 Millionen Euro. Rund 4000 der 6500 Geheimdienstler des BND arbeiten nun in dem Neubau.

Quelle: n-tv.de, agr/dpa

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