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"Wir müssen es wollen" Merkel nimmt bei Kohleausstieg Länder in die Pflicht

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Kanzlerin Merkel bezeichnete den Kohleausstieg als "Riesen Kraftanstrengung".

picture alliance/dpa

Der Kompromiss der Kohlekommission sieht vor, die Kraftwerkskapazitäten ab 2023 schrittweise abzubauen. Kein leichtes Unterfangen, wie Kanzlerin Merkel betont. Sie fordert mehr Anstrengungen von den Bundesländern - sonst "werden wir scheitern".

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat offenbar beim Kohletreffen im Kanzleramt größere Anstrengungen für den Ausstieg aus der Braun- und Steinkohle angemahnt. Die "Bild" berichtete unter Berufung auf Teilnehmerkreise, Merkel habe gesagt, wenn die Dauer zur Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen wie etwa Stromtrassen weiter so lang sei, werde der Kohleausstieg nicht gelingen. "Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir scheitern."

Der Kohleausstieg sei eine "Riesen Kraftanstrengung", zitierte das Blatt Merkel weiter. "Wir müssen es wollen." Merkel hatte am Montagabend unter anderem Vertreter der Kohlekommission und die Ministerpräsidenten der vom Ausstieg betroffenen Bundesländer empfangen.

Die Kohlekommission hatte sich nach schwierigen Beratungen auf einen Kompromiss verständigt, wonach die Kraftwerkskapazitäten ab 2022 schrittweise abgebaut werden und spätestens 2038 auslaufen. Den Wegfall der Arbeitsplätze in den Kohlerevieren soll der Bund mit 40 Milliarden Euro abfedern.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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