Politik

Gemeinsamer Auftritt in Aachen Merkel nimmt sich nochmal Zeit für Laschet

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(Foto: imago images/Political-Moments)

Kanzlerin Merkel stellt sich auf den letzten Metern des Wahlkampfs noch einmal an die Seite ihres möglichen Unionsnachfolgers Laschet. Ihr Hauptargument für den Aachener: Stabilität. Zudem lobt sie ihn als Brückenbauer, der Politik "von der Pike auf gelernt habe".

Einen Tag vor der Bundestagswahl hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Aachen ein letztes Mal zur Unterstützung des Unionskandidaten Armin Laschet aufgerufen. Es gehe bei der Wahl am Sonntag darum, "dass Deutschland stabil bleibt", sagte Merkel in Laschets Wahlkreis in Aachen-Burtscheid. Es gehe darum, "dass die Jugend eine Zukunft hat und wir trotzdem in Wohlstand leben können."

Merkel sagte: "Es ist nicht egal, wer regiert." Laschet stehe für Stabilität - innen- wie außenpolitisch. So werde Deutschland von seinen Partnern weniger Unterstützung auch bei der geheimdienstlichen Zusammenarbeit erhalten, wenn es selbst nicht mehr für Sicherheit leiste. Zudem kritisierte Merkel, dass im Wahlkampf von vielen Parteien vor allem über das Verteilen von Geld geredet worden sei. "Erarbeiten und Verteilen sind aber zwei Seiten einer Medaille", sagte sie und warnte vor einer Strangulierung der Wirtschaft durch Steuererhöhungen.

Laschet habe Politik "von der Pike auf gelernt", sagte die scheidende Kanzlerin. Er sei in Nordrhein-Westfalen geprägt worden, "Brücken zu bauen und Menschen mitzunehmen". Das C in der CDU bedeute, "dem Menschen etwas zuzutrauen" - Laschet habe in seinem gesamten politischen Leben gezeigt, dass er das könne, "mit Leidenschaft und Herz".

Laschet: SPD jahrzehntelang Kohlepartei schlechthin

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Ein kleines Dankeschön für die Kanzlerin gab es auch.

(Foto: REUTERS)

Der CDU-Chef seinerseits lobte das Engagement der Fridays-for-Future-Bewegung, betonte aber, dass schon der klimaneutrale Umbau der Wirtschaft bis 2045 eine große Herausforderung sei. Das Ziel müsse über Innovationen erreicht werden, nicht über Verbote, sagte Laschet weiter. Die CDU setze hier auf "kluge Köpfe, nicht auf Bürokratie und Bevormundung". Der CDU-Chef sagte mit Blick etwa auf den Kohleausstieg: "Wir müssen das sozialverträglich hinkriegen. Sonst bricht dieses Land zusammen." Zugleich griff Laschet die SPD an: Diese sei gerade in Nordrhein-Westfalen 50 Jahre lang die Kohlepartei schlechthin gewesen und tue nun so, als sei sie die Spitze der Umweltbewegung. "Das ist nicht seriös."

Der Kanzlerkandidat zeigte sich zuversichtlich, dass die Union bei der Wahl als "stärkste politische Kraft" abschneiden werde. Auch Laschet sagte, wer Stabilität wolle, der müsse CDU wählen. In der Außen- und Sicherheitspolitik warf er der Linken vor, sie vertrete "falsche" Positionen. Die Linke wolle eine andere Republik, sie dürfe nicht in der nächsten Bundesregierung sitzen.

Merkel applaudierte stark, als Laschet erneut vor einem Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linken warnte. Die AfD müsse "aus den Parlamenten überall in Deutschland verschwinden", weil sie die Menschen gegeneinander aufbringe, sagte Laschet. "Wir bekämpfen sie bis zum Ende."

Quelle: ntv.de, jog/rts/AFP

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