Politik

Kandidatur im Dezember Merkel will CDU-Chefin bleiben

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Seit dem Jahr 2000 steht Angela Merkel an der Spitze der CDU.

(Foto: dpa)

Die Abwahl ihres Vertrauten Kauder hat die Stellung von Merkel geschwächt. Jedoch hält sie an ihrem Plan fest, im Dezember erneut als CDU-Vorsitzende zu kandidieren. Ob sie auch eine weitere Amtszeit als Kanzlerin anstrebt, sagt sie nicht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nach eigenen Worten nicht amtsmüde. Sie werde beim Parteitag im Dezember erneut für den CDU-Vorsitz kandidieren, kündigte sie in Augsburg bei einer Veranstaltung der "Augsburger Allgemeinen" an.

Sie habe gesagt, dass sie für diese Legislaturperiode als Kanzlerin zur Verfügung stehe, und sie sei auch weiter der Ansicht, dass das Amt des Kanzlers und das des Parteichefs zusammengehörten, sagte die CDU-Chefin.

Allerdings wollte sich Merkel noch nicht dazu äußern, ob sie eine weitere Amtszeit als Regierungschefin anstrebe. "Nun ist ja noch nicht mal die Hälfte der Legislaturperiode erreicht, und wenn Sie mal überlegen, wann ich in den anderen Legislaturperioden erklärt habe, ob ich noch mal kandidiere, dann haben wir den Zeitpunkt mit Sicherheit nicht erreicht."

Die überraschende Abwahl von Unionsfraktionschef Volker Kauder nach 13 Jahren im Amt am Dienstag hatte eine Debatte ausgelöst, wieviel Rückhalt Merkel noch in ihrer Partei genießt. Sie hatte vor der Abstimmung die Wiederwahl ihres engen Vertrauten Kauder unterstützt. Er unterlag in einer Kampfabstimmung jedoch Ralph Brinkhaus.

Brinkhaus selbst will selbstbewusst und loyal im Umgang mit Merkel das Profil der Unionsfraktion im Bundestag stärken. "Ich habe keine Sorge vor dem Spagat, der mit da bevorsteht", sagte er "Spiegel Online". Er ergänzte: "Ich beabsichtige, eng und vertrauensvoll mit Angela Merkel zusammenzuarbeiten und gleichzeitig die Interessen der Fraktion zu vertreten."

Brinkhaus sagte: "Man kann fest hinter der Kanzlerin stehen und loyal mit ihr zusammenarbeiten - und dennoch einen von Selbstbewusstsein getragenen Dialog führen. Da sehe ich keinen Widerspruch." Eines seiner Ziele sei es, dass die Fraktion stärker eigenes Profil zeige. "Aber meine Aufgabe als Vorsitzender ist auch, daran mitzuwirken, Positionen der Regierung und der Abgeordneten zusammenzuführen."

Quelle: n-tv.de, mli/rts/dpa