Politik

Festnahmen im SauerlandMerz' Privatflugzeug gerät ins Visier von Saboteuren

22.01.2026, 13:30 Uhr
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CDU-Chef-Friedrich-Merz-und-seine-Frau-Charlotte-sind-mit-ihrem-Privatflieger-zur-Hochzeit-von-Bundesfinanzminister-Christian-Lindner-FDP-nach-Sylt-gekommen-Seine-Frau-und-er-stehen-auf-der-Gaesteliste-fuer-die-Hochzeitsfeier-von-Lindner-und-der-Journalistin-Franca-Lehfeldt
CDU-Chef Friedrich Merz und seine Frau Charlotte auf dem Weg nach Sylt. Das Foto stammt von Juli 2022. (Foto: picture alliance/dpa)

Kanzler Friedrich Merz ist ein leidenschaftlicher Hobbypilot. Er besitzt eine Diamond-Propellermaschine. Nun haben es Aktivisten im Sauerland auf seinen Privatflieger abgesehen.

Die Polizei hat an der Flugzeughalle mit dem Privatflugzeug von Bundeskanzler Friedrich Merz im nordrhein-westfälischen Arnsberg drei Personen festgenommen. Die Umstände deuteten darauf hin, dass das Trio das Flugzeug des Regierungschefs beschädigen wollte, dazu sei es aber nicht gekommen, hieß es von der Staatsanwaltschaft Arnsberg und der Polizei im Hochsauerlandkreis.

Man habe die zwei Frauen und einen Mann im Alter von 23, 28 und 56 Jahren wegen Hausfriedensbruchs festgenommen, nachdem sie sich unbefugt Zutritt zum Gelände verschafft hätten. Den Angaben zufolge war dem Polizisten ein Auto aufgefallen, das kontrolliert wurde. Der Insasse sei aus dem "linksaktivistischen Spektrum" bekannt, wie sich gezeigt habe. Er habe sich nach einem Flugplatz in der Nähe erkundigt. Die Polizei habe daraufhin Maßnahmen am Flugplatz Arnsberg-Menden getroffen und dort später die drei deutschen Staatsbürger festgenommen.

Eine Gruppe namens Widerstands-Kollektiv schrieb später in einer Mitteilung, man habe "im Rahmen einer Protestaktion, versucht, das Privatflugzeug von Friedrich Merz stillzulegen".

Merz ist Hobbyflieger und lebt in Arnsberg im Sauerland. Laut einem Bericht aus dem Februar 2025 saß er bis zu seiner Kanzlerschaft noch regelmäßig selbst am Steuer seiner Diamond DA 62. Der Neupreis der Diamond-Propellermaschine liegt bei rund einer Million Euro. Aus Sicherheits- und Dienstpflichtgründen darf Merz als Kanzler seine Maschine nicht mehr selbst fliegen.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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