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Insgesamt 4,2 Milliarden Euro Migranten senden immer mehr Geld in Heimat

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Die Zahl von arbeitslosen Flüchtlingen werde sich zum Jahresende stärker in der Statistik bemerkbar machen, berichten Volkswirte.

(Foto: picture alliance / Christoph Sch)

In Deutschland arbeitende Migranten schicken im vergangenen Jahr über vier Milliarden Euro an ihre Familien nach Hause - so viel wie nie seit der Wiedervereinigung. Besonders der Geldtransfer nach Osteuropa steigt stark an.

In Deutschland arbeitende Migranten haben im vergangenen Jahr nach einem Zeitungsbericht rund 4,2 Milliarden Euro an ihre Familien in den Herkunftsländern überwiesen. Das seien fast 700 Millionen Euro mehr als 2015 gewesen und so viel wie nie seit der Wiedervereinigung, berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Daten der Bundesbank. Danach nehmen seit Jahren insbesondere Überweisungen in osteuropäische EU-Mitgliedstaaten stark zu.

Die Geldtransfers in das Bürgerkriegsland Syrien sei von 18 Millionen auf 67 Millionen Euro gestiegen. Das mit Abstand meiste Geld schickten ausländische Arbeitnehmer nach wie vor in die Türkei. Die Summe liege seit Jahren nahezu konstant bei mehr als 800 Millionen Euro.

Die deutsche Wirtschaft läuft trotzdem rund. Volkswirte sehen nur wenige Anzeichen für eine Verschlechterung der Konjunktur. Die Zahl arbeitsloser Flüchtlingen werde sich aber zum Jahresende stärker in der Statistik bemerkbar machen, berichten Volkswirte deutscher Großbanken in einer Umfrage.

Nach und nach würden viele Flüchtlinge aus den Integrationskursen ausscheiden und sich arbeitslos melden. Bislang sei der deutsche Arbeitsmarkt jedoch so robust, dass die Auswirkungen begrenzt seien.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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