Politik

"Dumm und verantwortungslos" Minister droht Party-Polen in Zakopane

Die Party könnte schnell wieder vorbei sein in Zakopane: Nachdem das erste Wochenende mit geöffneten Hotels und Skipisten aus dem Ruder gelaufen ist, erwägt Polens Regierung die Rücknahme der Lockerungsmaßnahme. Damit wäre die zweiwöchige Testphase schon nach wenigen Tagen gescheitert.

Nach Party-Exzessen im polnischen Wintersportort Zakopane erwägt die Regierung in Warschau, die probeweise eingeführte Lockerung des Lockdowns zurückzunehmen. Gesundheitsminister Adam Niedzielski rügte das "dumme und verantwortungslose" Treiben der Feiernden. "Solch ein Verhalten wie in Zakopane kann dazu führen, dass wir die Einschränkungen verschärfen müssen." Er wolle nicht, dass die Bemühungen der Mediziner zunichtegemacht würden, und dass die Party von Zakopane zum Startpunkt einer dritten Welle der Corona-Pandemie werde, sagte Niedzielski.

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Der polnische Wintersport-Ort Zakopane platzte am Wochenende aus allen Nähten.

(Foto: imago images/Newspix)

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Polen hatte am Freitag Hotels und Skigebiete für eine Testphase von zwei Wochen erneut geöffnet. Zakopane war auch deshalb das wichtigste Ziel der Vergnügungswilligen, weil dort am Valentinstag ein Weltcup-Skispringen stattfand. Fernsehaufnahmen vom Wochenende zeigten dicht gedrängte Gruppen von Feiernden, die tanzend und singend durch die Einkaufs- und Vergnügungsstraße Krupowki zogen. Viele trugen keine Maske. Nach Angaben von Niedzielski musste die Polizei mehr als 100 Bußgeldbescheide ausstellen.

In Polen ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verzeichnete Polen zuletzt 2543 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Im selben Zeitraum starben 25 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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