Politik

Putin lässt Bericht dementieren Moskau gibt keine Dollars für Drachmen

57263419.jpg

Im April war Tsipras bei Putin in Moskau.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Sprecher des russischen Präsidenten Putin weist einen Bericht zurück, demzufolge Griechenlands Ministerpräsident Tsipras Russland um 10 Milliarden Dollar bat, um die Rückkehr des Landes zur Drachme abzusichern.

Der Kreml hat dementiert, dass der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Hilfen in Höhe von 10 Milliarden Dollar gebeten habe, um Drachmen drucken zu können. Dem russischen Staatssender RT zufolge sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow, eine solche Anfrage habe es nie gegeben.

Dies hatte zuvor die griechische Zeitung "To Vima" gemeldet. Nach Angaben des englischsprachigen Blogs "Greek Reporter" berief das Blatt sich unter anderem auf eine Aussage von Tsipras in einem Interview. Darin sagte der Regierungschef, wenn ein Land sein eigenes Geld drucken wolle, brauche es "Reserven in einer starken Währung". Die Reaktion aus Moskau darauf sei ein vager Hinweis auf eine Vorauszahlung in Höhe von 5 Milliarden Dollar für die neue South-Stream-Pipeline gewesen, die durch Griechenland verlaufen soll.

Diesem Bericht zufolge hatte Tsipras seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten mit dem Gedanken an eine Rückkehr zur Drachme gespielt. Nach seinem Rücktritt hatte Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis durchblicken lassen, dass er die Einführung einer Parallelwährung einer Einigung zu den Bedingungen der Gläubiger vorgezogen hätte. Tsipras jedoch habe diesen Plan nicht unterstützt.

Laut RT hatte Putin Tsipras vor dem Referendum in Griechenland am 5. Juli davon in Kenntnis gesetzt, dass Moskau eine Rückkehr zur Drachme nicht unterstütze. Dies habe zu der Vereinbarung über ein drittes Kreditprogramm zwischen Griechenland und den Gläubigern geführt.

Quelle: n-tv.de, hvo

Mehr zum Thema