Politik

Reaktion auf Sanktionen Moskau verhängt Einreisesperre gegen Briten

251251622.jpg

"Eine angemessene Anzahl britischer Vertreter" wird in Russland bald nicht mehr einreisen dürfen, wie es aus Moskau heißt.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Im April belegt Großbritannien Russland mit Sanktionen. Betroffen sind Einzelpersonen, denen die britische Regierung Korruption vorwirft. Moskau sieht darin "ausgedachte und absurde Vorwände" - und revanchiert sich nun mit Einreiseverboten gegen britische Staatsbürger.

Als Antwort auf britische Sanktionen hat Russland Einreisesperren für mehrere britische Staatsbürger angekündigt. Moskau habe beschlossen, "persönliche Sanktionen gegen eine angemessene Anzahl britischer Vertreter zu verhängen, die eng in antirussische Aktivitäten verwickelt sind", heißt es in einer Mitteilung des russischen Außenministeriums. Dies sei eine Reaktion auf die unter "ausgedachten und absurden Vorwänden" verhängten Strafmaßnahmen durch Großbritannien im Dezember 2020 und im April 2021.

Die britische Regierung hatte im April erstmals gezielte Sanktionen gegen Einzelpersonen wegen des Vorwurfs der Korruption beschlossen. Es wurde das Kapital von 22 Menschen eingefroren, denen Korruption in Russland, Südafrika, dem Südsudan und mehreren lateinamerikanischen Ländern vorgeworfen wird. Gegen die Betroffenen wurde auch ein Einreiseverbot verhängt.

Sanktioniert wurden demnach unter anderen 14 Personen, die mit einem 230 Millionen Dollar schweren Steuerbetrug in Russland in Verbindung stehen sollen. Der Fall war von dem Wirtschaftsprüfer Sergej Magnitski aufgedeckt worden, der 2009 in einem Moskauer Gefängnis unter nicht restlos geklärten Umständen zu Tode kam.

Quelle: ntv.de, chf/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen