Politik

Touristen aus Russland gefährdet Moskau warnt Thailand vor Anschlägen

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Russische Einrichtungen in Thailand werden noch stärker überwacht.

(Foto: REUTERS)

Geheimdienstler in Russland sind beunruhigt: Zehn Syrer mit Verbindungen zum IS sollen nach Thailand gereist sein. Dort beginnt gerade die Hauptsaison für Touristen. Die meisten von ihnen kommen aus Russland. Moskau befürchtet "schwere Vorfälle".

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach Angaben der thailändischen Polizei vor Anschlägen auf Russen in Thailand durch in das Land eingesickerte IS-Kämpfer aus Syrien gewarnt. Es handele sich um zehn Syrer mit Verbindungen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die unabhängig voneinander zwischen Mitte und Ende Oktober nach Thailand eingereist seien, heißt es in einem als geheim eingestuften Papier, aus dem örtliche Medien zitieren.

Die Syrer reisten demnach an unterschiedliche Touristenorte sowie in die Hauptstadt Bangkok. Zwei seien an einen unbekannten Ort gereist. "Ihr Ziel ist es, schwere Vorfälle zu begehen, um Russen zu treffen und Russlands Verbindung zu Thailand", heißt es in dem Papier weiter.

Thailand ist bei russischen Touristen beliebt. 2014 besuchten mehr als 1,6 Millionen Russen Thailand, mehr als aus jedem anderen europäischen Land. Derzeit beginnt in Thailand die Hauptsaison. Vor allem über Weihnachten und Silvester gibt es verstärkt Buchungen russischer Touristen. Am 31. Oktober bekannte sich der IS zum Abschuss eines Passagierflugzeugs über der Sinai-Halbinsel mit überwiegend russischen Urlaubern an Bord. Alle 224 Menschen an Bord starben bei dem Anschlag.

Die russische Botschaft in Bangkok äußerte sich zunächst nicht zum Inhalt des Geheimpapiers. Thailands Polizeichef bestätigte jedoch die Echtheit des Dokuments. Ein Sprecher erklärte aber, es gebe keine konkrete Gefahr in Thailand. "Ja, es ist eine Bedrohung, aber nicht nur in meinem Land, sondern auch in anderen Ländern", sagte er mit Blick auf den IS. Anders als in vielen Nachbarländern gab es in den vergangenen Jahren in Thailand keine islamistischen Anschläge mit vielen Toten.

Quelle: ntv.de, nsc, AFP

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