Auf Kosten von GrönlandMusk scherzt über Trumps "Friedensrat"

Wirtschaft und Politik. Das sind die großen Themen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Eigentlich mehr noch die Politik als die Wirtschaft. So steigt Elon Musk auch mit dieser bei seinem Auftritt ein - und erlaubt sich einen zynisch-makabren Witz auf der Bühne.
Auch Elon Musk hat seinen Auftritt in Davos. Diesen versucht er direkt eingangs mit einem Scherz betreffend Trumps neu gegründetem "Friedensrat" in Schwung zu bringen. Er habe von der Formierung des "Peace Summits" gehört, erklärt Musk und meint damit offensichtlich das "Board of Peace", das Trump am selben Tag offiziell gegründet hatte. Er habe sich gefragt, ob man das "P-I-E-C-E" (deutsch: Stück) schreibe, so Musk. "In dem Sinne: ein kleines Stückchen von Grönland, ein kleines Stückchen von Venezuela".
Musks Witz zündet offenbar nicht so richtig. Zwar lachen er und der weitere Gesprächsteilnehmer auf der Bühne, der Finanzmogul Larry Fink, laut auf. Die Reaktion im Publikum beschreibt ein Journalist des Schweizer "Tages-Anzeigers" indes mit: "Im Publikum runzeln einige die Stirn."
Musk widmet sich im Folgenden dann seinen eigentlichen Themen: Tesla etwa und Robotern, von denen er glaubt, es werde sie in Zukunft in größerer Zahl als Menschen geben. Mit seinem Witz zu Beginn trifft er dennoch einen Punkt: die veränderten internationalen Spielregeln der Diplomatie. Wenn auch mit einer Pointe auf Kosten der Länder Grönland und Venezuela.
Trumps sogenanntem "Friedensrat" traten zur Formierung gleich mehrere Länder bei. Neben Trump unterzeichneten weitere Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter aus insgesamt 19 Ländern das Gründungsdokument, darunter Argentiniens Staatschef Javier Milei und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban. Zu den weiteren Unterzeichnern gehörten Vertreter aus Bahrein, Marokko, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Indonesien, Jordanien, Kasachstan, dem Kosovo, Pakistan, Paraguay, Katar, Saudi-Arabien, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Usbekistan und der Mongolei.