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Brüsseler Bahnhof wieder offen Mutmaßlicher Attentäter ist identifiziert

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Seit der Explosion am Brüsseler Zentralbahnhof, wurden die Sicherheitsmaßnahmen noch verstärkt.

(Foto: picture alliance / Geert Vanden )

Ein Mann zündet am Zentralbahnhof in der belgischen Hauptstadt eine Bombe. Später erklären die Behörden, dass es sich um einen vereitelten Terroranschlag handelte. Mittlerweile wissen sie auch, wer der Verdächtige ist.

Die Behörden wissen nun, wer der mutmaßliche Attentäter vom Brüsseler Hauptbahnhof ist. Das teilte Belgiens Innenminister mit. Wie Jan Jambon dem Nachrichtensender VRT sagte, soll der Name allerdings erst später öffentlich gemacht werden, um die Ermittlungen nicht zu behindern. "Wir müssen nun auch schauen, wie sich der Mann radikalisieren konnte", sagte Jambon.

Der Verdächtige hatte am Dienstagabend eine Explosion am Zentralbahnhof ausgelöst und war kurz darauf von Soldaten erschossen worden. Augenzeugen zufolge hatte der Mann zuvor "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen. Der Bahnhof war daraufhin für mehrere Stunden gesperrt. Erst am Mittwochvormittag wurde die Sperrung aufgehoben. Nun können Züge wieder an der Station halten.

Medienberichten zufolge hatte der Mann gegen 20.30 Uhr einen Sprengstoffgürtel gezündet. Ein Augenzeuge hingegen berichtete, der Mann habe einen Rollkoffer zur Explosion gebracht. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric van der Sypt, bestätigte bislang weder das eine noch das andere.

Vorfall als "terroristischer Angriff" eingestuft

Die Staatsanwaltschaft stufte den Vorfall als "terroristischen Angriff" ein. Neben dem Verdächtigen habe es "keine weiteren Opfer" gegeben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Terrorwarnstufe im Land wurde zunächst aber nicht auf das höchste Niveau angehoben. Dies solle nur dann geschehen, wenn es Hinweise geben sollte, dass es ein weiterer Terroranschlag unmittelbar bevorsteht, hieß es. Nach bisherigen Erkenntnissen sei dies nicht der Fall. Die Terrorgefahr in der belgischen Hauptstadt wird seit den Anschlägen auf den Flughafen und die Metro im März 2016 nach wie vor als hoch eingeschätzt.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP/dpa

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