Politik

Opfer die Kehle durchgeschnitten Mutmaßlicher IS-Kämpfer in Berlin verhaftet

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2014 nahm der IS die Stadt Tabka ein. Der Verdächtige Abdulmalik A. kämpfte bereits zuvor für die Al-Nusra-Front in der Region.

(Foto: REUTERS)

Abdulmalik A. soll in Syrien für die Al-Nusra-Front und den IS gekämpft und schwere Verbrechen begangen haben. Dafür soll er in Deutschland zur Rechenschaft gezogen werden. Und noch einen weiteren Terrorverdächtigen lässt die Bundesanwaltschaft verhaften.

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben in Berlin einen mutmaßlich hochrangigen IS-Kommandeur verhaftet. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll der Syrer für die Exremistenorganisation Dschabhat al-Nusra wie auch für den Islamischen Staat hohe Ämter bekleidet und Kriegsverbrechen begangen haben.

Der 30-jährige Abdulmalik A. hatte sich demzufolge im Jahr 2012 im syrischen Bürgerkrieg zunächst einer zur Al-Nusra-Front gehörenden Kampfeinheit angeschlossen. Er habe den Rang eines Befehlshabers im östlichen Syrien innegehabt und sich an der Eroberung der Gasquellen in Tuinan und der syrischen Stadt Tabka beteiligt.

Darüber hinaus habe A. im Frühjahr 2013 in der Nähe von Tabka einen Scharfschützen der syrischen Regierung in seine Gewalt gebracht, ihn gezwungen, sein eigenes Grab auszuheben und ihm dann die Kehle durchgeschnitten, teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Etwa Mitte 2013 habe sich A. in seiner Heimatstadt Deir Essor dem IS angeschlossen. Nachdem er zunächst als Kämpfer an mehreren Kampfhandlungen teilgenommen hatte, habe er von der Miliz die Aufgabe des Verwalters des Euphrat-Staudamms nahe Tabka übertragen bekommen.

Zudem ließ die Bundesanwaltschaft in Sachsen-Anhalt den 23-jährigen Syrer Musa H.A. festnehmen. Auch er sei dringend verdächtig, sich 2012 einer Kampfeinheit von Dschabhat al-Nusra angeschlossen zu haben, teilte die oberste Strafverfolgungsbehörde mit. Der Mann habe sich an Kämpfen gegen Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad beteiligt.

Quelle: ntv.de, mbo/rts/dpa