Politik

Nachfolger ungeeignet für AmtBericht: Getöteter Ajatollah zweifelte an Intelligenz seines Sohns

16.03.2026, 11:22 Uhr
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Eine-Frau-haelt-Plakate-von-Ayatollah-Modschtaba-Chamenei-r-dem-Nachfolger-seines-getoeteten-Vaters-Ayatollah-Ali-Chamenei-l-als-Oberster-Fuehrer-waehrend-einer-Kundgebung-zu-seiner-Unterstuetzung-in-Teheran
Vater und Sohn auf Plakaten bei einer Demonstration in Teheran. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bei den ersten Angriffen im Iran-Krieg töten die Israelis den Obersten Führer des Landes. Tage später wird sein Sohn auf denselben Posten gehoben. Doch an dessen Fähigkeiten hatte offenbar selbst sein Vater Zweifel.

Der getötete iranische Ajatollah Ali Chamenei hat in der Vergangenheit offenbar die Intelligenz seines Sohnes und Nachfolgers Modschtaba Chamenei massiv angezweifelt. US-Geheimdienste sollen Präsident Donald Trump und einen kleinen Kreis in seinem Umfeld darüber informiert haben, dass der verstorbene Oberste Führer des Iran Bedenken gehabt habe, dass sein Sohn seine Nachfolge antreten könnte, berichtet CBS unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Offizielle.

Modschtaba Chamenei wurde dem Bericht zufolge als nicht besonders intelligent und geradezu ungeeignet für das Amt als Oberster Führer des Iran beschrieben. Zudem soll dieser Probleme in seinem persönlichen Umfeld haben, heißt es in dem Bericht. Genauer werden diese jedoch nicht ausgeführt.

In privaten Gesprächen habe Trump seinen Vertrauten gegenüber geäußert, dass er nicht wisse, ob die ihm übermittelten Informationen über Modschtaba Chamenei von Bedeutung seien. Er sei der Ansicht, dass der Iran derzeit im Grunde genommen führerlos sei. Die US-Führung sieht derzeit das Ruder im Iran direkt in den Händen der Revolutionsgarden.

Der 56-jährige Modschtaba Chamenei war vor rund einer Woche als neuer Oberster Führer des Regimes ausgewählt worden. Acht Tage zuvor war sein Vater bei einem israelischen Raketenangriff getötet worden. Bei diesem Angriff soll auch Modschtaba Chamenei verletzt worden sein.

Berichten zufolge wurde der Chamenei-Sohn zur Behandlung nach Moskau ausgeflogen. Dieser habe unter anderem Verletzungen an den Beinen, berichtete die "New York Times". US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, Chamenei sei "verwundet und wahrscheinlich entstellt".

Die Angaben stehen im Widerspruch zu den Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, der die Gerüchte über den Gesundheitszustand Chameneis zurückweist. Dieser erfreue sich "bester Gesundheit" und habe die Lage im Griff, sagte der iranische Chefdiplomat laut Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

Quelle: ntv.de, lme

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