Politik

Polizei aktualisiert Aufruf Neue Fahndungsfotos von RAF-Trio

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Die Polizei zeigt neue Fotos und erhofft sich neue Hinweise auf die Gesuchten.

(Foto: LKA Niedersachsen)

Die ehemaligen RAF-Mitglieder Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette sind seit fast drei Jahrzehnten untergetaucht. Nun versucht das LKA in Niedersachsen, sie mit neuen Fahndungsfotos zu finden.

Die Staatsanwaltschaft Verden und das Landeskriminalamt Niedersachsen haben neue Fahndungsfotos von Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette veröffentlicht. Die Gesuchten sind ehemalige Mitglieder der früheren Terrorgruppe RAF (Rote Armee Fraktion). Die aktuellen Bilder sollen die Bevölkerung auf das Trio aufmerksam machen.

Neben den Bildern der Männer, die seit 2016 Bestandteil der Fahndung sind, werden nun weitere Aufnahmen von Daniela Klette veröffentlicht, die aus den 1980er Jahren stammen. Die Bilder sind demnach älter als 30 Jahre. Die inzwischen über 60-jährige Klette sehe heute altersentsprechend anders aus, so die Fahnder.

"Es ist davon auszugehen, dass das Trio unter Nutzung falscher Identitäten lebt. Unklar ist allerdings, ob die Beschuldigten gemeinsam an einem Ort oder vielleicht getrennt voneinander wohnen", heißt es in einer Mitteilung der Behörden. Weiter schreibt die Polizei auf dem Handzettel: "Sie können ihr Äußeres (Bekleidung, Bart und Brille) derart verändert haben, dass sie keine unmittelbare Ähnlichkeit mit den Fahndungsbildern haben."

Das Trio ist seit fast drei Jahrzehnten untergetaucht. Es soll zwischen 1999 und 2016 mehrere Geldtransporter und Kassenbüros von Supermärkten teils mit schweren Waffen überfallen und beraubt haben. Im Zusammenhang mit den Taten sind Belohnungen für Hinweise, die zur Festnahme der Täter führen, von insgesamt 80.000 Euro ausgesetzt. Weitere Fotos und Informationen veröffentlichten die Ermittler im Internet.

Die Polizei warnt, dass die Gesuchten bewaffnet sein dürften. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0511 26262-7400 und in allen Dienststellen entgegen.

Quelle: ntv.de, sgu