Politik

Doppelanschlag von Christchurch Neuseeland will Waffengesetze ändern

"Eins kann ich ihnen jetzt schon sagen: Unsere Waffengesetze werden sich ändern", sagt Neuseelands Ministerpräsidentin Ardern nach den Anschlägen auf Moscheen in der Stadt Christchurch. Wie die Änderungen aussehen werden, ließ sie offen.

Nach den Angriffen auf zwei Moscheen in Neuseeland hat Ministerpräsidentin Jacinda Ardern eine Änderung der Waffengesetze angekündigt. Der mutmaßliche Täter habe fünf Schusswaffen verwendet und einen Waffenschein besessen, sagte sie. Zwar würden die genauen Umstände dazu noch untersucht. "Eins kann ich ihnen jetzt schon sagen: Unsere Waffengesetze werden sich ändern."

Der Hauptverdächtige wollte Ardern zufolge zudem weitere Taten begehen, als er verhaftet wurde. Er habe zwei weitere Schusswaffen im Auto gehabt und die Absicht gehabt, seine Angriffe fortzusetzen, sagte Ardern. Es sei inzwischen klar, dass auch kleine Kinder Opfer der Attacke geworden seien.

Bei dem Doppelanschlag waren der Polizei zufolge am Freitag 49 Menschen getötet und 42 verletzt worden. Zwei Verletzte waren am Samstagmorgen (Ortszeit) noch in kritischem Zustand, darunter ein vierjähriges Kind.

Mordanschuldigung gegen Australier

Indes ist ein 28-jähriger Australier offiziell des Mordes beschuldigt worden. Weitere Anschuldigungen würden folgen, teilte die neuseeländische Polizei mit. Das Bezirksgericht von Christchurch habe die Entscheidung bei einer Anhörung am Samstag unter großen Sicherheitsvorkehrungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefällt.

Die Polizei verstärkte zudem die Maßnahmen zum Schutz muslimischer Veranstaltungen und rief die Bürger über Twitter auf, Verdächtiges sofort zu melden. «Es gibt keine Garantie, dass die Gefahr auf Canterbury begrenzt ist, und alle Neuseeländer müssen besonders wachsam sein», hieß es.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

Mehr zum Thema