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"Hartnäckiges Gift" Nordkoreas Außenminister kritisiert Pompeo

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Nordkoreas Außenminister lehnt sich häufig mit seinen Aussagen weit aus dem Fenster. Eine Reaktion darauf von Mike Pompeo gibt es bislang nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nordkorea geht auf Konfrontation mit den USA: Die bestehenden US-Sanktionen veranlassen den Außenminister Ri nun, scharf gegen sein amerikanisches Pendant Pompeo zu schießen. Ein Ende des Konflikts ist nicht absehbar, solange ein wichtiger Punkt nicht geklärt ist.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho hat seinen amerikanischen Amtskollegen Mike Pompeo als "hartnäckiges Gift der US-Diplomatie" beschimpft. Hintergrund sind Interviewäußerungen Pompeos, wonach die USA an den Sanktionen gegen Nordkorea festhalten, solange dessen kommunistische Führung ihr Atomwaffenprogramm nicht aufgibt.

Es sei ein Wunschtraum der USA, "alles durch Sanktionen zu gewinnen", hieß es in einer Erklärung Ris. Nordkorea sei bereit zum Dialog und zur Konfrontation, wurde der Minister von den Staatsmedien zitiert. Pompeo selbst habe bei seinen zurückliegenden Besuchen in Pjöngjang und den Gesprächen mit Machthaber Kim Jong Un um eine Denuklearisierung gebettelt und von neuen Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea gesprochen, sagte Ri.

Doch sei Pompeo unverschämt, weil er "gedankenlose Worte" äußere. Verbalattacken Nordkoreas gegen Pompeo sind nicht neu. Nach dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un im Februar in Vietnam hatte Pjöngjang den Ausschluss Pompeos von den Atomverhandlungen gefordert. Beide Seiten kamen sich bei dem Gipfel in Hanoi in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA nicht näher.

Doch bei einem kurzen Treffen Ende Juni an der innerkoreanischen Grenze vereinbarten Trump und Kim neue Arbeitsgruppen zur atomaren Abrüstung in der Region. Bisher sind keine Gespräche zustande gekommen. Anfang August hatte Pompeo gesagt, es seien Verhandlungen in ein paar Wochen geplant. Details nannte er nicht. Betont gelassen reagierte er damals auf neue Raketentests, die Nordkorea zuvor unternommen hatte.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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