Politik

Konsultationen mit Berlin abgesagt Palästinenserin sticht Israeli nieder

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Die Furcht in Israel und den Palästinensergebieten ist allgegenwärtig.

(Foto: imago/Xinhua)

Die tödlichen Angriffe zwischen Israelis und Palästinensern zwingen auch die Regierungen Deutschlands und Israels zu unpopulären Maßnahmen. Beide Länder sagen die turnusmäßigen Regierungskonsultationen ab. Derweil fließt in Jerusalem erneut Blut.

Bei einem Zwischenfall in der Altstadt von Jerusalem sind eine Palästinenserin und ein Israeli verletzt worden. Die Palästinenserin habe den Mann mit einem Messer angegriffen, daraufhin habe er auf die Frau geschossen, sagte eine Polizeisprecherin. Die Palästinenserin wurde schwer, der Israeli leicht verletzt.

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Eins der von den Israelis zerstörten Wohnhäusern in Gaza-Stadt.

(Foto: REUTERS)

Der Anschlag reiht sich in eine Serie von Krawallen in Israel und im Westjordanland, bei denen in den vergangenen Tagen vier Israelis und vier Palästinenser getötet wurden. Vor diesem Hintergrund wurden die für diesen Donnerstag geplanten deutsch-israelischen Regierungskonsultationen abgesagt. Das verlautete aus Berliner Regierungskreisen.

Zudem forderte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon von Israel eine umfassende Untersuchung der schweren Zwischenfälle der vergangenen Tage. Dabei müsse unter anderem geklärt werden, ob die "angewendeten gewaltsamen Reaktionen Israels angemessen waren", erklärte Ban in New York. Es müsse eine "schnelle und transparente" Aufklärung zu den Vorkommnissen geben, bei denen unter anderem ein 13-jähriger Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden war.

Ban kritisierte zudem die von israelischen Einsatzkräften vorgenommene Zerstörung der Häuser von zwei Palästinensern, die vor einem Jahr tödliche Attacken auf Israelis verübten. Dieses Vorgehen könne "die Spannungen nur noch anheizen", warnte der UN-Generalsekretär. Er rief beide Seiten zu "sofortigen Maßnahmen" auf, um die jüngste Gewalt einzudämmen.

Seit vergangenem Donnerstag gab es drei Anschläge von Palästinensern, bei denen vier Israelis getötet und mehrere weitere verletzt wurden. Zudem wurden seit Samstag vier jugendliche Palästinenser erschossen, einer von ihnen war der 13-jährige Abdel Rahman Abdallah. Der israelischen Armee wird von Palästinensern und Aktivisten vorgeworfen, bei Auseinandersetzungen immer öfter sofort scharf zu schießen.

Quelle: n-tv.de, ppo/AFP/dpa/rts

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