Politik

Union büßt kräftig ein Parteien erhalten weniger Großspenden

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Einzelspenden über 50.000 Euro müssen die Parteien dem Bundestagspräsidenten sofort melden.

(Foto: imago/photothek)

Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland unter anderem mit Spendengeldern. Großspenden werden allerdings immer seltener. Besonders CDU und CSU bekommen die Einbußen deutlich zu spüren.

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben im zu Ende gehenden Jahr einen starken Einbruch bei Großspenden hinnehmen müssen. Die Gesamtsumme ging von rund 3,1 Millionen auf 1,2 Millionen Euro zurück.

Besonders hart traf es CDU und CSU. Die CDU hatte im vergangenen Jahr rund eine Million Euro an Großspenden eingenommen, nun nur noch 335.002 Euro. Und die CSU, die 2018 noch von einem Spender mit 625.000 Euro bedacht worden war, musste sich 2019 mit 95.000 Euro begnügen. Die CDU bleibt aber die am stärksten profitierende Partei. Wie schon im Vorjahr erhielt die AfD auch 2019 keine einzige Großspende.

Die Zahlen hat der Bundestag auf seiner Internetseite veröffentlicht. Danach wurden im laufenden Jahr (Stand Mitte Dezember) zum Beispiel der SPD 156.600 Euro überwiesen - 2018 war es mit 390.001 Euro noch mehr als doppelt so viel gewesen.

Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Geld vom Staat und Spenden. Einzelspenden über 50.000 Euro müssen die Parteien dem Bundestagspräsidenten sofort melden, der die Angaben "zeitnah" veröffentlichen muss. Zuwendungen, die im Jahr 10.000 Euro übersteigen, müssen mit Namen und Anschrift des Spenders sowie der Gesamtsumme im Rechenschaftsbericht verzeichnet werden. Er wird dem Bundestagspräsidenten zugeleitet.

Quelle: ntv.de, mba/dpa