Politik

Offensive aus Luft und zu Wasser Pentagon: Russische Truppen sind "verzweifelt"

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Zerstörter russischer Panzer am Stadtrand von Kiew. Nur wenige Einsätze Russlands seien Nahkämpfe, so das US-Verteidigungsministerium.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sitzen russische Truppen noch immer vor den Toren Kiews fest. Die USA attestieren den Streitkräften einen "frustrierten und verwirrten" Zustand angesichts der ukrainischen Gegenwehr. Diese soll nun abseits der Landwege gebrochen werden.

Russland verstärkt nach Angaben des Pentagon derzeit seine Militäroffensive aus der Luft und zu Wasser, da der Vormarsch der eigenen Truppen durch die "Geschicklichkeit" der ukrainischen Armee aufgehalten werde. Der Kreml versuche "verzweifelt", seine Kampfdynamik zu erhöhen, sagte ein hochrangiger US-Verteidigungsbeamter in Washington. Die russischen Truppen stünden "frustriert und verwirrt" von einem ukrainischen Widerstand, der trotz der Unterzahl an Soldaten und der geringeren Bewaffnung den Angriffen standhalte.

Die Streitkräfte unter Befehl von Russlands Präsident Wladimir Putin haben ihre Einsätze laut Angaben des US-Beamten zuletzt verstärkt - allein in den vergangenen 24 Stunden flogen sie demnach mehr als 300 Luftangriffe. Kiew habe ebenfalls mit verstärkten Lufteinsätzen reagiert.

Nur wenige Einsätze seien Nahkämpfe, Moskau feuere vor allem Luft-Boden-Raketen aus dem russischen oder belarussischen Luftraum auf ukrainische Ziele ab, sagte der US-Beamte. "Sie wagen sich nicht sehr weit oder lange in den ukrainischen Luftraum vor, weil die Ukrainer ihren Luftraum mit großer Geschicklichkeit verteidigen."

Im nördlichen Schwarzen Meer zeige Russland mit dem Einsatz mehrerer Kriegsschiffe "verstärkte Marineaktivitäten", sagte der Beamte weiter. Dies sei jedoch kein klares Zeichen für einen bevorstehenden Angriff auf die Hafenstadt Odessa.

"Was wir hier sehen, ist ein fast verzweifelter Versuch der Russen, die Lage zu ihren Gunsten zu wenden", sagte der Beamte. Er wies darauf hin, dass die russischen Streitkräfte auch am 26. Tag der Offensive 15 Kilometer nordwestlich und 30 Kilometer östlich von Kiew festsäßen.

Quelle: ntv.de, mdi/AFP

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