Politik

Zahl ist "nachrangig" Petry-Partei hat nur 87 Mitglieder

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(Foto: imago/Christian Thiel)

Seit ihrem Austritt aus der AfD ist es ruhiger geworden um Frauke Petry. Das scheint auch für ihre neue Partei zu gelten, deren Mitgliederzuwachs überschaubar bleibt. Dennoch blickt die Politikerin optimistisch in die Zukunft.

Die neu gegründete "Blaue Partei" der ehemaligen AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry kommt nicht recht voran. Elf Monate nach der Gründung habe die Partei in ihrem Heimatland Sachsen derzeit nur 87 Mitglieder, sagte Petry der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung". Die Frage nach der Mitgliederzahl sei aber für sie "nachrangig", sagte die Bundestagsabgeordnete. Wichtiger sei die als Bürgerbewegung organisierte "Blaue Wende" mit ihren rund 500 Registrierten.

Petry war nach dem Einzug der AfD in den Bundestag 2017 aus der Partei ausgetreten und hatte mit einigen Mitstreitern die Blaue Partei und das Bürgerforum "Blaue Wende" gegründet. Dem Austritt waren interne Machtkämpfe vorangegangen. "Ich muss mir zuschreiben lassen, dass wir intern den Kampf gegen radikalere und sozial-patriotische Kräfte unter Björn Höcke verloren haben - aber immerhin haben wir ihn geführt", sagte sie der Zeitung. Sie wolle nun auch nicht "krampfhaft" um politische Ämter kämpfen: "Schließlich haben wir alle einen ordentlichen Beruf".

Petry ist derzeit Abgeordnete des deutschen Bundestages und des sächsischen Landtages. Ihre neue Partei ist bislang bei keiner Wahl angetreten. Petry ging zuletzt davon aus, dass die Partei bei der Landtagswahl in Sachsen in gut einem Jahr die Fünf-Prozent-Hürde überspringen wird. Zur Landtagswahl sollen auch Nichtmitglieder auf der Partei-Liste kandidieren können.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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