Politik

Mutmaßlicher IS-Mord in Hamburg Polizei sucht Täter mit Handverletzung

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Unter einer Brücke an der Alster wird der Jugendliche von einem bislang Unbekannten von hinten mit einem Messer attackiert und ermordet.

(Foto: dpa)

Mitten in Hamburg wird vor zwei Wochen ein Jugendlicher ermordet. Später reklamiert der IS den Mord für sich. Derweil laufen die Ermittlungen zu dem Täter weiter. Nun hofft die Polizei auf die Hilfe von Ärzten.

Im Fall des tödlichen Angriffs auf einen 16-Jährigen in Hamburg, den die Terrormiliz Islamischer Staat für sich reklamierte, bittet die Polizei nun um die Mithilfe von Ärzten. Wie der NDR berichtet, wurden die Ärzte der Hansestadt per E-Mail aufgefordert, Männer mit einer Handverletzung zu melden.

Die Mail soll von der Hamburger Ärztekammer verschickt worden sein. In dem Schreiben heißt es, die Polizei vermute, dass sich der Täter bei den tödlichen Messerstichen selbst verletzt hat. Deswegen wird nun nach einem Mann gesucht, der sich kurz nach der Tat – also vor zwei Wochen – wegen Schnittverletzungen ärztlich behandeln ließ. Die Polizei wollte die offensichtliche Fahndungsmaßnahme laut NDR nicht kommentieren. "Wir schöpfen alle Möglichkeiten aus", sagte Polizeisprecher Timo Zill lediglich.

Außerdem untersucht die Polizei weiterhin die Bekennerbotschaft des IS. Die über das Sprachrohr Amak zunächst auf Arabisch und Englisch verbreitete Mitteilung enthalte Ungereimtheiten, hatte Innensenator Andy Grote bereits vor wenigen Tagen gesagt. Auch die Bundesanwaltschaft hatte erklärt, die Verlautbarung noch zu prüfen. Mit einem Ergebnis sei erst in den nächsten Tagen zu rechnen.

Quelle: ntv.de, kpi

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