Politik

Verhandlungen mit Nordkorea Pompeo pocht auf Atom-Abrüstung bis 2021

Für US-Präsident Trump wäre es wohl einer der größten Triumphe seiner Amtszeit: die Denuklearisierung Nordkoreas. Damit bei dem historischen Vorhaben nichts schief geht, formuliert Außenminister Pompeo vorsichtshalber eine Frist für Machthaber Kim.

Die USA erwarten von Nordkorea die vollständige Abschaffung seines Atomwaffenprogramms bis zum Januar 2021. US-Außenminister Mike Pompeo erklärte in Washington, bis dahin müsse die Denuklearisierung des Landes abgeschlossen sein. Nach seinen Angaben hat sich der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un auch bereits zur Einhaltung dieser Frist "verpflichtet". Im Januar 2021 endet die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump. Bereits Anfang September war dieser Zeitpunkt im Zusammenhang mit einer Denuklearisierung ins Gespräch gebracht worden.

Pompeo begrüßte die Ergebnisse des aktuellen Gipfels zwischen Kim und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Auf Grundlage dieser Ergebnisse sei die US-Regierung bereit, "unverzüglich" mit der nordkoreanischen Seite über einen Wandel in den bilateralen Beziehungen zu verhandeln.

Der US-Außenminister teilte mit, dass er seinen nordkoreanischen Kollegen Ri Yong Ho zu Gesprächen am Rande der UN-Generaldebatte in der kommenden Woche in New York eingeladen habe. Trump und Kim hatten bei ihrem historischen Gipfel im Juni zwar die nukleare Abrüstung Nordkoreas generell vereinbart, jedoch keine präziseren Absprachen hinsichtlich des Zeitplans und anderer Konditionen getroffen.

Bei seinem Treffen mit Moon sagte Kim nun die Schließung der Raketentestanlage Tongchang Ri - bekannt auch als Sohae - in Anwesenheit internationaler Beobachter zu. Pompeo bezeichnete dies als "Schritt hin zur am Ende vollständig verifizierten Denuklearisierung von Nordkorea".

Trump hatte bereits zuvor Kims Ankündigung zu der Testanlage Sohae als "sehr aufregend" bezeichnet. Experten bewerteten die Demontage von Sohae hingegen als unbedeutend, da die Anlage veraltet sei und nicht mehr gebraucht werde. Aufgrund von Satellitenbildern war schon im Sommer vermutet worden, dass der Rückbau der Anlage begonnen habe.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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