Politik

Aber nicht in der Ukraine Putin bereit für Treffen mit Selenskyj

Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich bereit zu einem Gespräch mit dem ukrainischen Staatschef. Dieser hatten ihn zuvor eingeladen.

Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich bereit zu einem Gespräch mit dem ukrainischen Staatschef. Dieser hatten ihn zuvor eingeladen.

(Foto: via REUTERS)

Die russischen Truppen an der Grenze zur Ostukraine sollen weichen und dazu signalisiert Russlands Präsident Putin Gesprächsbereitschaft mit seinem ukrainischen Amtskollegen. Moskau will er dafür allerdings nicht verlassen. Und ein Thema klammerte er komplett aus.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zu einem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj bereit gezeigt - allerdings nicht wie von Selenskyj vorgeschlagen in der Ostukraine, sondern in der russischen Hauptstadt Moskau. "Wenn es um die Entwicklung der beidseitigen Beziehungen geht, dann bitte. Wir empfangen den Präsidenten der Ukraine zu jeder für ihn angenehmen Zeit in Moskau", sagte Putin laut Agentur Interfax.

Vor dem Hintergrund der angespannten Situation in der Ostukraine hatte Selenskyj dem Kremlchef zuvor ein Treffen im Konfliktgebiet Donbass vorgeschlagen. "Ich bin bereit, weiterzugehen und Ihnen ein Treffen an jedem Punkt des ukrainischen Donbass vorzuschlagen, wo Krieg herrscht", sagte der 43-Jährige auf Russisch in einer Ansprache. Putin sagte daraufhin, sollte Selenskyj die Probleme im Donbass besprechen wollen, müsse er sich allerdings mit den Führern der ostukrainischen Separatistengebiete Luhansk und Donezk treffen.

Seit etwa sieben Jahren werden Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze von prorussischen Aufständischen kontrolliert. Nach UN-Schätzungen sind seit Ausbruch des Konflikts 2014 mehr als 13.000 Menschen getötet worden. Ein 2015 vereinbarter Friedensplan liegt auf Eis.

Ein massiver russischer Truppenaufmarsch nahe der ukrainischen Grenze und auf der annektierten Krim-Halbinsel hatte in den vergangenen Wochen für Furcht vor einer Eskalation der Spannungen in der Region gesorgt. Nun hat Russland den Abzug mehrerer Militäreinheiten angekündigt. Die Soldaten hätten die Überprüfung ihrer Verteidigungsbereitschaft bestanden und würden von diesem Freitag an zu ihren ständigen Stationierungsorten zurückkehren, sagte Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einem Krim-Besuch laut Agentur Tass.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Zurückverlegung der russischen Soldaten. "Die Verringerung der Truppenzahl an unserer Grenze reduziert entsprechend die Spannung", schrieb Selenskyj auf Twitter.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.