Politik

"Symmetrisch oder asymmetrisch" Putin kündigt Gegensanktionen an

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Wladimir Putin will nach "Analyse der Beschränkungen" über Gegenmaßnahmen befinden.

(Foto: imago images/SNA)

EU, Großbritannien und die USA bringen massive Sanktionen gegen Russland auf den Weg. Der Kreml reagiert ungehalten. Es verstehe sich von selbst, "dass Vergeltungsmaßnahmen folgen werden", lässt Putin ausrichten. Unklar sind Art und Umfang der Gegensanktionen.

Russland hat Vergeltung für vom Westen verhängte Sanktionen angekündigt. "Es versteht sich von selbst, dass Vergeltungsmaßnahmen folgen werden", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Wie symmetrisch oder asymmetrisch sie sein werden, wird von der Analyse der Beschränkungen abhängen", die Russland auferlegt worden seien.

Als erste bekannt gewordene Reaktion sperrte Russland seinen Luftraum für Maschinen aus Großbritannien. Betroffen seien alle Maschinen, die ein Unternehmen mit Bezug oder Sitz in Großbritannien besitze, geleast habe oder betreibe, teilte die russische Luftfahrtbehörde Rosaviazia mit. Moskau reagierte damit auf die Entscheidung Londons vom Donnerstag, die russische Airline Aeroflot aus dem britischen Luftraum zu verbannen. Rosaviazia teilte mit, der Schritt sei eine "Antwort auf die unfreundlichen Entscheidungen der britischen Luftfahrtbehörden". Das Verbot schließt auch Überflüge ein.

Der Westen hatte den russischen Großangriff auf die Ukraine scharf verurteilt. US-Präsident Joe Biden gab am Donnerstag Strafmaßnahmen gegen mehrere russische Banken sowie Exportkontrollen bekannt, die nach seinen Worten "mehr als die Hälfte der High-Tech-Importe Russlands abschneiden" werden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs gaben am Donnerstagabend grünes Licht für ein neues Sanktionspaket. Die Sanktionen betreffen laut einer Gipfelerklärung den russischen Finanz-, Energie- und Transportsektor, den Export von Dual-Use-Gütern, die für zivile und militärische Zwecke genutzt werden können, die Visa-Vergabe für russische Staatsbürger sowie eine Reihe "russischer Einzelpersonen".

EU-Ratspräsident Charles Michel kündigte in etwa zeitgleich mit der Drohung des Kreml weitere Sanktionen gegen Moskau an. Ein "weiteres (Sanktions-)Paket wird dringend vorbereitet", erklärte Michel bei Twitter. Angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine haben auch die USA sowie unter anderen Großbritannien, Kanada und Japan ihre Sanktionen gegen Russland verschärft.

Quelle: ntv.de, jog/AFP

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