Politik

Bessere Beziehungen gewünscht Putin und Erdogan gehen auf Kuschelkurs

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Im vergangenen März waren die Präsidenten Erdogan (l.) und Putin einander per Video zugeschaltet.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Im sich aufheizenden Ukraine-Konflikt liefert die Türkei Kampfdrohnen an ukrainische Truppen. Das gefällt der russischen Führung gar nicht. In einem Telefonat versuchen die Präsidenten Putin und Erdogan ihre Differenzen auszuräumen.

Die Präsidenten Russlands und der Türkei, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, wollen die Beziehungen ihrer Länder wieder verbessern. Ihre Büros teilen nach einem gemeinsamen Telefonat mit, dass die beiden Staatschefs die Zusammenarbeit ihrer Länder intensivieren zu wollen. Zuletzt war das Verhältnis zwischen Moskau und Ankara unter anderem wegen des Ukraine-Konflikts angespannt.

Putin hatte vor einem Monat scharfe Kritik an türkischen Lieferungen von Kampfdrohnen an das ukrainische Militär geäußert aus Sorge, sie könnten gegen pro-russische Rebellen in der Ostukraine eingesetzt werden. Der NATO-Staat Türkei wies dies zurück: Ankara könne nicht für den Einsatz türkischer Drohnen durch die Ukraine verantwortlich gemacht werden. Die Verwendung eines türkischen Produktes sei Sache des kaufenden Landes.

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Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte Moskau seinerseits vorgeworfen, "einseitige" Forderungen an die NATO zu stellen. Der Kreml hatte Sicherheitsgarantien von dem westlichen Verteidigungsbündnis gefordert. Unter anderem will Moskau, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine formell ausgeschlossen wird und dass die USA auf Militärstützpunkte in Grenznähe zu Russland verzichten.

Putin und Erdogan "tauschten Neujahrsgrüße aus, fassten die wichtigsten Ergebnisse der bilateralen Zusammenarbeit zusammen und bekräftigten den Wunsch, die für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft zwischen Russland und der Türkei weiter zu intensivieren", erklärte der Kreml nach dem Telefonat. Erdogans Büro erklärte, beide Seiten hätten "Schritte zur Verbesserung der türkisch-russischen Beziehungen" erörtert und ihren Wunsch bekräftigt, die Zusammenarbeit "in allen Bereichen" auszubauen.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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