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Neues Sicherheitssystem "Radar" soll Gefährder besser erkennen

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"Radar" soll die Arbeit der Sicherheitsbehörden unterstützen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Welche Islamisten könnten einen Anschlag verüben? Laut einem Bericht soll ein neues Sicherheitssystem den Behörden dabei helfen, Gefährder in Deutschland richtig einzuschätzen. Um es zu testen, wird der Name Anis Amri in das System eingegeben.

Die deutschen Behörden führen einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Sicherheitssystem zur besseren Erkennung von Gefährdern ein. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, soll das System mit dem Namen "Radar" die Bewertung des Gefahrenpotenzials von Islamisten objektivieren. Es wurde demnach in jahrelanger Arbeit vom Bundeskriminalamt (BKA) gemeinsam mit der Universität in Zürich entwickelt.

Das System basiert demnach auf Erkenntnissen über die Vorgehensweise von 30 Attentätern, 30 Gefährdern sowie "relevanten Personen". Bei einem Test nach dem Weihnachtsmarktanschlag von Berlin wurden die Daten des Attentäters Anis Amri eingegeben und "Radar" bewertete diesen als hoch gefährlich, wie die "SZ" berichtete.

Der Staatsschutz in den Bundesländern soll bis Ende Juni mit dem System vertraut gemacht werden. Demnach soll in denjenigen Bundesländern begonnen werden, in denen sich viele potenzielle Gefährder aufhalten.

Quelle: n-tv.de, hul/AFP

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