Politik

35 Tote und Dutzende Verletzte Raketen treffen Militärbasis bei Lwiw nahe Polen

Die ukrainische Stadt Lwiw nahe der polnischen Grenze ist Zufluchtsort für viele Flüchtlinge, die aus dem Landesinneren kommen. Nun wird ein naheliegender Militärstützpunkt von Raketen getroffen.

Unweit der Grenze zu Polen ist die ukrainische Militärbasis in Jaworiw nach Angaben lokaler Behörden Ziel eines russischen Luftangriffs geworden. "Die Besatzer haben einen Luftangriff auf das Internationale Zentrum für Friedenssicherung und Sicherheit gestartet", teilte die regionale Militärverwaltung von Lwiw mit. Wie ukrainische Behörden mitteilten, sind bei dem Angriff mindestens 35 Menschen getötet und 134 weitere verletzt worden.

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Acht Raketen sollen den Stützpunkt in Jaworiw getroffen haben.

(Foto: Nexta)

Nach ersten Erkenntnissen seien acht Raketen abgefeuert worden. Auf der Basis sollen auch ausländische Militärausbilder gearbeitet haben, erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Resnikow. Es sei aber nicht klar, ob sie zum Zeitpunkt des Angriffs auch vor Ort gewesen seien. Der Stützpunkt wurde als Ausbildungszentrum für ukrainische Soldaten genutzt, die Ausbilder kamen in der Vergangenheit aus Ländern wie den USA und Kanada. Er diente auch als Basis für gemeinsame Übungen ukrainischer Soldaten mit NATO-Soldaten.

Der Ort liegt weniger als 25 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. So weit im Westen der Ukraine hat es seit Beginn des Kriegs bislang offenbar keinen anderen Angriff gegeben. Die Angaben ließen sich unabhängig zunächst nicht überprüfen. Die Basis in Jaworiw ist eine der größten Militär-Ausbildungseinrichtungen im Westen der Ukraine. Die meisten gemeinsamen Übungen mit der NATO wurden dort abgehalten.

Flughafen in Iwano-Frankiwsk angegriffen

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Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine sind viele Menschen nach Lwiw geflohen. Viele Flüchtlinge, die die Ukraine verlassen wollen, reisen von Lwiw aber auch weiter zur polnischen Grenze. Bisher galt die Stadt als relativ sicher. Einige Länder haben deshalb ihre Botschaften von Kiew nach Lwiw verlegt.

Der Bürgermeister von Iwano-Frankiwsk, einer weiteren Stadt in der Westukraine, meldete unterdessen einen Angriff auf den Flughafen der Stadt. "Nach vorläufigen Informationen stammten die Explosionen heute Morgen von einem Angriff auf den Flughafen", schrieb Ruslan Marzinkiw auf Facebook. Iwano-Frankiwsk liegt hundert Kilometer südlich von Lwiw.

Quelle: ntv.de, mba/rts/AFP

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