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Trump erwägt Hilfe für SaudisRaketenangriff auf Riads Flughafen - viele Tote

11.10.2026, 01:10 Uhr
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Rauch und Flammen steigen über dem King-Khalid-Flughafen in Riad auf. (Foto: picture alliance/dpa/UGC via AP)

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage wird der Flughafen von Riad zum Angriffsziel von Huthi-Raketen. Diesmal fordert der Beschuss mindestens zwölf Todesopfer. US-Präsident Trump erwägt ein Eingreifen der USA.

Bei dem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter neben vier Einheimischen auch acht Ausländer. 309 weitere Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, einige von ihnen schwer, teilte die zivile Luftfahrtbehörde mit. Bei den ausländischen Todesopfern handelte es sich den Angaben zufolge um einen Menschen aus den USA, zwei Menschen aus Bangladesch, einen Palästinenser und jeweils einen Menschen aus Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Sudan. In der Mitteilung war außerdem von "materiellen Schäden" durch den Angriff die Rede. 

Nach Angaben aus Diplomatenkreisen hatte die jemenitische Huthi-Miliz am Nachmittag eine Rakete auf den Flughafen abgefeuert. Die saudiarabische Luftfahrtbehörde bestätigte einen Angriff auf den Flughafen, machte aber nicht offiziell die Huthis für die Attacke verantwortlich. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt. Der Flughafen von Riad war bereits am Donnerstag getroffen worden. Dabei wurden nach saudiarabischen Angaben drei Menschen getötet und ein Flugzeug beschädigt.

Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. 

Trump will "schnell entscheiden"

Die Bundesregierung rät wegen der Angriffe bis auf Weiteres dringend von der Nutzung des Flughafens Riad ab. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, muss in Saudi-Arabien mit weiteren Luftangriffen sowie mit Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet werden. 

Auch Spanien und Kanada warnten ihre Staatsangehörigen vor einer Nutzung des Flughafens. Ein ranghoher westlicher Diplomat sagte, mehrere Botschaften hätten ihren Beschäftigten untersagt, in der kommenden Woche über den Flughafen Riad zu reisen. Die Fluggesellschaft Kuwait Airways gab die Streichung von zwei Flügen von und nach Riad bekannt und verwies zur Begründung auf die vorübergehende Schließung des Flughafens und die dortige "Sicherheitslage". 

US-Präsident Donald Trump erwägt inzwischen offenbar, Saudi-Arabien im Kampf die Huthis zu unterstützen. Nach dem Angriff auf den Flughafen von Riad werde seine Regierung nun "sehr schnell" eine Entscheidung treffen, sagte Trump vor Journalisten am Weißen Haus. US-Medien zufolge hatten die USA Bitten Saudi-Arabiens um militärische Unterstützung bisher abgelehnt.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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