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Besatzungsmitglieder verletztReederei meldet Angriff auf Schiff in Straße von Hormus

06.05.2026, 12:00 Uhr
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Viele Frachtschiffe warten seit Wochen darauf, die Straße von Hormus zu passieren. (Foto: picture alliance/dpa/ISNA)

Die Straße von Hormus bleibt, auch nach diversen US-Ankündigungen, ein gefährlicher Ort. Ein französisches Containerschiff kann offenbar nicht unbehelligt den Seeweg passieren. Es soll Ziel eines "unbekannten Geschosses" geworden sein.

In der Straße von Hormus ist ein französisches Containerschiff nach Angaben seiner Reederei angegriffen worden. Bei der "Attacke" auf das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff "San Antonio" seien am Dienstag mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden, die "evakuiert und medizinisch versorgt" worden seien, erklärte die Reederei CMA CGM. Das Schiff sei bei dem Angriff beschädigt worden. Zuvor hatte die britische Behörde für maritime Sicherheit bereits gemeldet, ein Frachter sei am Dienstagabend in der Meerenge von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, ohne jedoch den Namen des Schiffes zu nennen.

Die Straße von Hormus war zu Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar von den iranischen Streitkräften weitgehend gesperrt worden. In der Folge schossen die Energiepreise weltweit in die Höhe. Derzeit gilt in der Region eine Waffenruhe.

Die USA hatten am Montag einen Militäreinsatz zur Sicherung der für den Öl- und Gashandel immens wichtigen Straße von Hormus begonnen - und diesen am Dienstag dann vorerst wieder gestoppt. Der Marineeinsatz "Projekt Freiheit" werde "für eine kurze Zeit pausiert, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann oder nicht", erklärte Trump mit Blick auf ein mögliches Friedensabkommen mit dem Iran bei Truth Social.

Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio im Weißen Haus gesagt, der US-Einsatz in der Straße von Hormus sei nicht Teil des ursprünglichen Krieges gegen den Iran. "Das ist kein offensiver Einsatz, das ist ein defensiver Einsatz", sagte er. "Es wird nicht geschossen, außer wenn zuerst auf uns geschossen wird."

Emirate: Aus Iran beschossen

Trotz der geltenden Waffenruhe setzten sich derweil die militärischen Auseinandersetzungen in der Region fort. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) meldete erneuten Beschuss aus dem Iran. Am Montag war emiratischen Behördenangaben zufolge bei einem vom Iran ausgehenden Drohnenangriff eine Ölanlage im Emirat Fudschaira beschädigt worden. Mehrere Menschen seien verletzt worden.

Die Streitkräfte der Islamischen Republik hätten "in den vergangenen Tagen keine Raketen- oder Drohnenangriffe gegen die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeführt", erklärte dagegen die Kommandozentrale der iranischen Armee. Der Bericht des emiratischen Verteidigungsministeriums werde "kategorisch zurückgewiesen", er sei "völlig unbegründet".

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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