Politik

Länder sollen Läden schließen Regierung bereitet Shutdown vor

Bund und Länder vereinbaren Leitlinien zum Vorgehen gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus. Demnach sollen Läden geschlossen werden, mit Ausnahme etwa von Supermärkten und Apotheken. Restaurants sollen eingeschränkt öffnen können.

Die Bundesregierung und die Regierungen der Bundesländer haben Leitlinien im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Sie sehen die Schließung einer Vielzahl von Geschäften vor. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen demnach allerdings offen bleiben, wie die Bundesregierung mitteilte.

Zwar hieß es aus Regierungskreisen, dass es sich nicht um einen sogenannten Shutdown handele. Allerdings laufen die Maßnahmen auf eine massive Minimierung des öffentlichen Lebens hinaus. So sollen die sozialen Kontakte reduziert werden. Umgesetzt werden müssen die Empfehlungen von den Ländern.

Die Leitlinien der Regierung finden Sie hier im Wortlaut.

Zu den Empfehlungen gehört etwa die Schließung aller Läden. Dies gelte allerdings nicht für Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte, Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Waschsalons, Frisöre, Reinigungen, Zeitungsverkaufsstellen, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und den Großhandel. Auch alle Einrichtungen des Gesundheitswesens sollen geöffnet bleiben.

Für diese Bereiche sollen auch Sonntagsverkaufsverbote ausgesetzt werden. Eine Öffnung der Einrichtungen erfolgt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen.

Restaurants müssen 18 Uhr schließen

Restaurants sollen frühestens ab 6 Uhr öffnen und spätestens um 18 Uhr schließen. Für sie, aber auch für Mensen und Hotels sollen Abstandsregelungen für Tische gelten, die Besucherzahl soll reglementiert werden. Zudem sind Hygienemaßnahmen zu treffen.

Geschlossen werden sollen nach diesen Empfehlungen auch Bars, Clubs, Kneipen und Diskotheken sowie Theater, Opern, Konzerthäuser und Museen. Auch Messen, Ausstellungen, Kinos, Freizeit- und Tierparks, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und Bordelle müssen demnach zumachen. Hinzu kommen öffentliche und private Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbäder sowie Fitnessstudios. Auch Spielplätze werden geschlossen. Einige dieser Maßnahmen haben einzelne Bundesländer bereits beschlossen.

*Datenschutz

Zu den Leitlinien gehört auch, dass Dienstleister und Handwerker weiter arbeiten können. Übernachtungsangebote dürfen im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden.

Unter das Verbot fallen auch Treffen von Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie das Angebot öffentlicher und privater Bildungseinrichtungen, darunter Volkshochschulen und Musikschulen. Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und Treffen anderer Glaubensgemeinschaften sollen laut den Empfehlungen ebenfalls verboten werden. Hinzu kommen neue Besuchsregelungen für Krankenhäuser, Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen. Personen, die aus Risikogebieten einreisen, dürfen für 14 Tage die genannten Einrichtungen sowie Unis, Schulen und Kindergärten nicht betreten.

Quelle: ntv.de, mli/dpa