Politik

Spitzengespräch in Berlin Regierung will Fachkräfte mit Schnell-Einbürgerung locken

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Viele eingewanderte Arbeitskräfte verlassen Deutschland wieder, weil sie keine Perspektive hier sehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Ohne mehr Einwanderung ist der Fachkräftemangel nicht zu bewältigen. Doch im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte ist Deutschland nicht besonders attraktiv. Das will die Bundesregierung mit einer umfassenden Reform ändern.

Die Bundesregierung will Fachkräfte aus dem Ausland mit der Aussicht auf einen deutschen Pass locken - außerdem sollen künftig Mehrfachstaatsangehörigkeiten möglich sein. "Deutschland muss ein Einwanderungsland sein, das auch im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte attraktiv ist", heißt es in der Fachkräftestrategie der Regierung, die dem Nachrichtenportal "The Pioneer" vorlag.

Einbürgerungen sollen demnach künftig bereits nach fünf Jahren möglich sein, "bei besonderen Integrationsleistungen" sogar schon nach drei Jahren. Insgesamt sollen Einwanderungs-, Aufenthalts- und Staatsangehörigkeitsrecht den Plänen zufolge modernisiert, Verfahren zügiger und vereinfacht werden.

Der Fachkräftemangel ist heute zentrales Thema bei einem Spitzengespräch der Regierung mit Gewerkschaften und Wirtschaft in Berlin.

Die Regierung rechnet für die nächsten Jahre mit einem verschärften Fachkräftemangel. Bis 2026 seien 240.000 Arbeitsplätze mehr neu zu besetzen als potenzielle Arbeitskräfte verfügbar sein werden, heißt es. Fachkräfteengpässe gebe es unter anderem in der Informationstechnologie, in Erziehungs- und Gesundheitsberufen sowie in Hotels und Gaststätten.

In der Fachkräftestrategie geht es auch um ein bisher kaum beachtetes Problem: Jede zweite eingewanderte Arbeitskraft verlasse Deutschland wieder, heißt es in dem Dokument - wegen "als fehlend wahrgenommener Perspektiven" oder Erfahrungen mit Rassismus- und Diskriminierung.

Quelle: ntv.de, mbo/AFP

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