Politik

Soldaten "schlecht vorbereitet" Reservistenverband: Putin droht "militärisches Desaster"

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Bis die Reservisten in den Einsatz gehen, könnte es noch Wochen dauern.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

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Welchen Einfluss hat die russische Teilmobilmachung auf den Kriegsverlauf? Der Chef des Deutschen Reservistenverbands sieht die russische Armee dadurch "eher geschwächt als gestärkt". Ohnehin sei es "menschenverachtend", 300.000 Reservisten an die Front zu schicken.

Der Präsident des Deutschen Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, hält die Teilmobilmachung von 300.000 Reservisten durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Krieg gegen die Ukraine für menschenverachtend. "Die Teilmobilmachung wird Putin nicht ausreichend Soldaten für seinen Krieg bringen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die russische Armee müsse akut viele Soldaten ersetzen, etwa weil es viele Gefallene gebe.

Bis Reservisten durch die Teilmobilmachung in den Einsatz gehen könnten, würden jedoch Wochen vergehen, da dies von der ärztlichen Untersuchung bis zur Einkleidung und Zuordnung zu Kampfeinheiten Zeit benötige. Training und Ausbildung seien in dieser Berechnung noch gar nicht enthalten.

Sensburg fügte hinzu: "So schlecht vorbereitete Soldaten in einen Krieg zu schicken, ist menschenverachtend und wird militärisch ein Desaster für Russland. Aus meiner Sicht werden die russischen Truppen dadurch sogar eher geschwächt als gestärkt." Denn auch Reservisten müssten gut ausgebildet und vorbereitet werden.

Präsident Wladimir Putin hatte zuvor die erste Mobilmachung Russlands seit dem Zweiten Weltkrieg angeordnet. Offiziell wird die Mobilisierung vorerst als Teilmobilisierung bezeichnet, bei der 300.000 Reservisten aus dem größten Land der Welt über einen Zeitraum von mehreren Monaten nach und nach eingezogen werden sollen. Insgesamt verfüge Russland über zwei Millionen Reservisten.

Quelle: ntv.de, mdi/rts

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