Politik

"Auch bei mir willkommen" Röttgen lädt Merkel in seinen Wahlkreis ein

Die Ministerpräsidenten von NRW und Bayern hat Bundeskanzlerin Merkel im Sommer besucht. Beide gelten als mögliche Kanzlerkandidaten der Union. Auch Norbert Röttgen würde sich über einen Besuch von ihr freuen.

Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, hat angekündigt, Bundeskanzlerin Angela Merkel in seinen Wahlkreis einzuladen. Merkel hatte zuvor bereits Röttgens mögliche Konkurrenten um die nächste Kanzlerkandidatur der Union besucht: den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet in Düsseldorf sowie in Essen und den bayerischen Regierungschef Markus Söder auf Herrenchiemsee.

In der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" sagte Röttgen: "Die Kanzlerin ist auch bei mir und in meinem Wahlkreis sehr herzlich willkommen." Das habe er ihr auch ausgerichtet, "ohne darüber jetzt weiter zu sprechen". Anders als Laschet und Söder sei er kein Ministerpräsident, "aber ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Kanzlerin mitgeteilt hat, auf diese Einladung zu warten. Und Sie können sich vorstellen, dass ich sie sehr gerne in meinem wunderschönen Wahlkreis - zum Beispiel im wunderschönen Siebengebirge - einladen werde."

Einen konkreten Termin gebe es noch nicht. Die Einladung werde "formgerecht erfolgen und - so sehr ich RTL schätze - nicht übers Fernsehen", so Röttgen.

Röttgen ist einer von drei Bewerbern um den CDU-Vorsitz. Der CDU-Chef hat traditionell den ersten Zugriff auf die Kanzlerkandidatur der Union. Seit Monaten wird darüber spekuliert, dass auch CSU-Chef Söder ein Interesse daran haben könnte.

Kritik an Merz und Laschet beim Thema Frauenquote

Im Interview mit ntv sprach Röttgen sich für eine verbindliche Frauenquote für Führungspositionen in der CDU aus. "Ich glaube, dass die CDU unbedingt darauf angewiesen ist zu zeigen, zu beweisen, dass Frauen bei uns in angemessener Weise - und das ist paritätisch, denn die Bevölkerung besteht zur Hälfte aus Frauen und Männern - vertreten sind in den Ämtern, in den Gremien, in den Funktionen. Das haben wir bislang nicht geschafft."

Er attackierte die beiden anderen Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Armin Laschet und Friedrich Merz, für deren Haltung in dieser Frage: "Ich bin der einzige Kandidat, der das so klar sagt, ich finde da ist auch Klarheit jetzt geboten. Friedrich Merz lehnt sie eher ab, Armin Laschet sagt noch gar nichts dazu. Ich finde in so einer überschaubaren Frage sollte ein CDU-Vorsitzender eine klare Position haben."

Quelle: ntv.de, hvo

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