Politik

200 Tote bei Angriff in Syrien Russische Armee zerstört IS-Konvoi

Bombenabwurf

Bei dem Angriff der russischen Luftwaffe - im Bild ein früherer Angriff vom Mai - sollen 200 IS-Kämpfer getötet worden sein.

Russian Defence Ministry Press S/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY/dpa

Der IS verliert im syrischen Bürgerkrieg weiter an Boden. Bei einem Angriff der russischen Luftwaffe sollen bis zu 200 Kämpfer der islamistischen Miliz ums Leben gekommen sein.

Die russische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben im Osten Syriens einen großen Konvoi der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zerstört. Bei dem Angriff seien 200 IS-Kämpfer getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Auch 20 Geländewagen mit großkalibrigen Maschinengewehren sowie Panzerfahrzeuge und Munitions-Lkw seien ausgeschaltet worden.

Als Ort des Angriffs wurde das Umland der Stadt Dair as-Saur genannt. Die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London bestätigte einen Luftangriff westlich von Dair as-Saur am Freitag. Dabei seien 70 IS-Kämpfer getötet worden. Die Stadt wird von syrischen Regierungstruppen gehalten, während das Umland vom IS beherrscht wird.

Die Armee von Präsident Baschar al-Assad und russische Kräfte versuchen seit Monaten, über die zurückeroberte Wüstenstadt Palmyra hinaus eine Verbindung nach Dair as-Saur freizukämpfen. In anderen Gebieten drängt das von den USA unterstützte Rebellenbündnis SDF, dem kurdische und arabische Kämpfer angehören, die Islamisten zurück. Derzeit konzentriert es sich auf die Eroberung der IS-Hochburg Rakka in Nord-Syrien.

Der IS hatte einst weite Teile Syriens und des benachbarten Irak unter seiner Kontrolle und dort 2014 ein Kalifat ausgerufen. Zu Beginn des Monats sagte der US-Sonderbeauftragte für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, die Extremistenmiliz habe bereits 70.000 Quadratkilometer dieses Gebiets wieder verloren. Dies seien knapp 80 Prozent ihres einstigen Territoriums im Irak und 60 Prozent in Syrien.

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Quelle: n-tv.de, cri/dpa/rts

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