Politik

Sperrungen bringen VerkehrschaosRussische Drohne trifft erneut Südbrücke in Kiew

02.10.2026, 20:29 Uhr
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Der Moment des Einschlags der russischen Drohne. (Foto: Reuters)

Brücken sind in Kiew zentrale Bestandteile des ÖPNV- und des Autoverkehrs. Umso dramatischer sind die russischen Drohnenangriffe auf die Südbrücke. Nach drei Attacken am Donnerstag schlägt nun erneut ein Geschoss ein. Für Bürgermeister Klitschko endet damit etwas Entscheidendes.

Die bereits beschädigte Südbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist erneut von einer russischen Kampfdrohne getroffen worden. Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Er wies darauf hin, dass die Brücke nach mehreren Angriffen sowohl für den Autoverkehr als auch für U-Bahnen gesperrt bleibe. Die Südbrücke war bereits am Donnerstag von drei Drohnen getroffen worden.

Dabei seien ein Brückenpfeiler, die Fahrbahn und eine schützende Betonbarriere entlang der U-Bahn-Linie beschädigt worden. Es war das erste Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs, dass eine wichtige Brücke in Kiew massiv ins Visier genommen wurde. Die Brücken in der ukrainischen Hauptstadt sind von entscheidender Bedeutung für Verkehr und Logistik.

Weitere Brücken gesperrt

Nach russischen Angriffen wurden am Morgen in der Dreimillionenstadt mehrere Brücken über den Fluss Dnipro gesperrt. Neben der Südbrücke blieben am Nachmittag zwei weitere Brücken teilweise für den Verkehr gesperrt. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Straßenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.

"Der Feind reißt Kiew auseinander": Bürgermeister Vitali Klitschko beschrieb die Lage in der ukrainischen Hauptstadt nach russischen Angriffen auf eine wichtige Brücke als "sehr dramatisch". "Es ist nicht mehr möglich, so zu tun, als ob wir jetzt noch so wie in Friedenszeiten leben könnten", so Klitschko auf Telegram, nachdem die Sperrung der Südbrücke über den Fluss Dnipro zu Chaos in seiner Stadt geführt hatte.

Die Ukraine wehrt sich seit über viereinhalb Jahren gegen den Angriffskrieg Russlands. Angesichts festgefahrener Frontlinien im Osten der Ukraine ist das russische Militär dazu übergegangen, die ukrainischen Städte massiv anzugreifen.

Quelle: ntv.de, als/dpa/AFP

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