Politik

Luftraum gesperrt Russische Flieger stehen in Deutschland herum

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In Leipzig parken drei Maschinen des Typs Antonov AN-124.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

An fünf deutschen Flughäfen parken insgesamt zehn Flugzeuge, die russischer Kontrolle unterliegen. Aufgrund der Sanktionen dürfen sie nicht starten. Nicht einmal Ersatzteile sind für die Maschinen von Antonov, Bombardier, Boeing, Cessna, Embraer und Airbus erlaubt.

Fünfeinhalb Monate nach Sperrung des EU-Luftraums für russische Flugzeuge stehen noch zehn Maschinen von russischen Eigentümern oder unter russischer Kontrolle auf deutschen Flugplätzen. Dies betrifft fünf verschiedene Flughäfen, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium berichtete. "Da die Maschinen aufgrund des EU-Sanktionsregimes einem Start- und Flugverbot unterliegen, können sie durch den Eigentümer nicht genutzt und nicht an einen anderen Ort verbracht werden", teilte das Ministerium demnach mit.

In Leipzig stehen den Angaben zufolge drei russische Maschinen des Typs Antonov AN-124. In Köln sind es demnach eine Bombardier BD-100-1A10 Challenger 300 und eine Boeing 737. In Frankfurt-Hahn befinde sich eine Boeing 747. In Baden-Baden stehen demnach vier Maschinen: eine Cessna 750 Citation X, zwei Maschinen des Typs Embraer ERJ-135BJ Legacy 600 und eine Bombardier BD-700-1A10 Global Express XRS. Zudem steht in München den Ministeriumsangaben zufolge eine Airbus-Maschine des Typs A320, deren Leasingvertrag mit einer russischen Airline beendet wurde.

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Trotz der Sanktionen dürfen Wartungsarbeiten vorgenommen werden, die zur "einstweiligen Sicherung" der Maschinen dienen. Das seien etwa das Schleppen auf eine Parkposition oder die Absicherung gegen nicht autorisierten Zutritt. "Darüber hinausgehende Wartungsarbeiten und die Bereitstellung von Ersatzteilen sind gemäß der Sanktionsbestimmungen unzulässig", zitierte das RND das Verkehrsministerium.

Als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine hatte Deutschland auf Entscheidung von Bundesverkehrsminister Volker Wissing den Luftraum für russische Maschinen gesperrt. Das Verbot trat am 27. Februar in Kraft. Ebenso hatte die gesamte Europäische Union ihren Luftraum gesperrt.

(Dieser Artikel wurde am Sonntag, 14. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, chl/AFP

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