Politik

Nato: Vier MiG-31 drehen abRussische Kampfjets versetzen Polen in höchste Alarmbereitschaft

30.11.2025, 05:02 Uhr
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Russische MiG-31 auf der Landebahn. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Vier russische Kampfjets provozieren in Polen den nächsten Nato-Alarm. Die polnische Luftwaffe aktiviert ihre Luftabwehr. Auch die Bundeswehr und zwei deutsche Patriots beteiligen sich an dem Abschreckungsmanöver, bis die MiGs umkehren.

Russische Kampfjets haben einem Medienbericht zufolge am Freitag einen Alarm der Luftverteidigung in Polen ausgelöst. Vier Kampfjets vom Typ MiG-31 seien in Richtung der russischen Westgrenze geflogen, berichtete die "Bild am Sonntag" und berief sich auf Informationen aus Nato-Kreisen. Polnische Streitkräfte sowie in Polen stationierte Bundeswehr-Einheiten hätten ihre Luftverteidigungssysteme daraufhin in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Zwei deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme am Flughafen in Rzeszow, über den ein Großteil der westlichen Militärhilfe für die Ukraine läuft, wurden dem Bericht zufolge aktiviert, Soldaten der deutschen Luftwaffe waren demnach an der Reaktion beteiligt. Wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Nato-Angaben berichtete, kehrten die russischen Jets später wieder um. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der Zeitung: "Es gab am Freitag Aktivitäten im russischen Luftraum, die in Polen eingesetzten Flugabwehrkräfte haben eine Reaktion gezeigt. Darunter auch die beiden Patriot-Systeme der Luftwaffe."

Polen ist ein entschiedener Unterstützer der Ukraine bei der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg und ein wichtiges Drehkreuz für Hilfs- und Waffenlieferungen in die Ukraine. Das EU- und Nato-Mitgliedsland hat Grenzen zur Ukraine, zu Russlands Verbündetem Belarus und zur russischen Exklave Kaliningrad. Auch EU- und Nato-Länder wie Estland oder Rumänien meldeten bereits das Eindringen russischer Drohnen oder Militärflugzeuge in ihren Luftraum.

Auch Moldau meldet Drohnen

Das an die Ukraine grenzende Moldau sperrte am späten Freitagabend wegen Drohnen kurzzeitig seinen Luftraum gesperrt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Luftraum sei für eine Stunde und zehn Minuten geschlossen worden, nachdem zwei unidentifizierte illegale Drohnen über das Staatsgebiet geflogen seien und eine direkte Gefahr für die Flugsicherheit dargestellt hätten.

Die Drohnen vom Typ Gerbera seien nicht vom moldauischen Radar entdeckt worden, ihr Eindringen sei jedoch "von den ukrainischen Grenzbehörden bestätigt" worden. Es seien "keine Objekte, Trümmer oder Elemente identifiziert" worden, die eine Gefahr für die Bevölkerung hätten darstellen können. Beide Drohnen hätten den moldauischen Luftraum wieder verlassen und seien tief in ukrainisches Territorium vorgedrungen, teilte das Innenministerium mit.

Zwei Flugzeuge aus Paris und Barcelona mit Ziel Chisinau hätten wegen der Luftraumschließung nach Rumänien umgeleitet werden müssen. Ein Start in Chisinau verzögerte sich. Das Verteidigungsministerium verurteilte die "illegalen und gefährlichen" Verletzungen des Luftraums als "feindliche Akte der Einschüchterung und Destabilisierung.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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